Der mittlerweile 9. Huy-Burgen-Lauf findet am Wochenende statt. In zwei Tages- etappen passieren die Teilnehmer zwischen Schlanstedt und dem Wasserschloss Westerburg mehrere Dörfer, in denen zahlreiche ehrenamtliche Helfer zum Gelingen der sportlichen Großveranstaltung beitragen. Auf die Neulinge unter den Läufern wartet nach 55,5 Kilometern der Ritterschlag. Die Volksstimme hat wenige Stunden vor dem Läuferfeld schon mal das Terrain erkundet und mit Helfern gesprochen.

Gemeinde Huy/Schlanstedt/Dedeleben/Halberstadt/Sarg- stedt/Ströbeck/Athenstedt. Für Organisationschef Rainard Mühlhaus ist die Sache klar: "Der jährliche Huy-Burgen-Lauf lebt nicht nur von den zahlreichen Teilnehmern aus ganz Deutschland, sondern auch durch ein aktives Organisationsteam und das Engagement unzähliger Helfer an der Strecke", betont der Vater des Laufes, der dem Wochenende deshalb recht gelassen entgegensieht. Schließlich kann er sich auf ein eingespieltes Team verlassen.

Die kulturellen Rahmenprogramme am Start, im Etappen-Zielort Ströbeck und am eigentlichen Ziel im Wasserschloss Westerburg stehen. "Ich denke, die 200 Läuferinnen und Läufer, die 115 Walker sowie die 26 Staffeln mit 135 Teilnehmern bekommen wieder einiges zu sehen und zu hören", ist Mühlhaus überzeugt. Jagdhornbläser, Tanz- und Musikgruppen, das Lebendschachensemble sowie Kinder aus Tagesstätten und andere Beteiligte sollen wieder mit dazu beitragen, den regionalen Charakter des Lauf-Events zu unterstreichen.

Zu den treuen Unterstützern an den Verpflegungspunkten zählen viele Mitglieder aus den unterschiedlichen Vereinen und Sportgruppen in den Dörfern rund um den Huy. In Eilsdorf sind beispielsweise die Motorradfreunde Huy von Anfang an mit dabei. In Dingel-stedt packt eine bunt gemischte Frauengruppe, von denen die meisten Akteure sich schon seit 30 Jahren regelmäßig zum gemeinsamen Sport treffen, kräftig mit zu.

Renate und Herbert Stadtler aus Eilenstedt, die längst dem Förderverein Huy-Burgen-Lauf als Mitglieder angehören, sind seit dem zweiten Lauf treue Helfer und Chefs der Versorgungsstützpunkte am Jürgenbrunnen und an der Sarg-stedter Warte. Auf der Huysburg haben derweil die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Röderhof ihren Stammplatz. "Das sind verlässliche Helfer bei der Vorbereitung, Betreuung und Nachbereitung. Sie sorgen nicht nur für Ordnung und Sicherheit auf der Huysburg und in deren Umfeld, sondern helfen mit bei der Versorgung der riesigen Läuferschar", dankt ihnen Rainard Mühlhaus.

Doch hier gibt es nicht nur die Mittagsmahlzeit - wer Lust hat, kann auch an einer Führung mit einem Benediktinermönch durch die Klosteranlage teilnehmen. Bevor die großen Läufer sich wenig später frisch gestärkt auf den weiteren Weg bis zum Tages-Etappenziel im Schachdorf machen, starten diesmal rund 120 Mädchen und Jungen beim 4. Huy-Burgen-Kinderlauf rund um die Klosteranlage.

Am zweiten Lauftag sorgt in Athenstedt Bürgermeister Ralf Barthel seit Jahren mit seinem Team für einen reibungslosen Ablauf. Die Mitglieder der Ortsfeuerwehr versorgen die sportlichen Teilnehmer auf dem Platz am Dorfgemeinschaftshaus mit Getränken - natürlich alkoholfreien.

Dabei geht es bei der tradi- tionellen Wette, die die Athenstedter Jahr für Jahr rund um den Huy-Burgen-Lauf starten, in diesem Jahr durchaus um alkoholische Prozente: Im Mittelpunkt der Wette zwischen Rainer Skupin und Bürgermeister Barthel steht das Fass Freibier, dessen Inhalt am Sonntag ab 10 Uhr ausgeschenkt wird. "Wir wetten diesmal um die Zahl der Zuschauer auf dem Platz am Dorfgemeinschaftshaus", plaudert Barthel augenzwinkernd. Skupin - ein Athenstedter, der selbst beim Lauf startet - wettet, dass dann weniger als 100 Besucher die Läufer anfeuern. Barthel hält - ganz Lokalpatriot und stolz auf seine Athenstedter - bei dieser Dorfwette dagegen: "Wir werden weit mehr als 100 Leute zusammenbekommen", meint er lachend. Nun denn. Den Hopfenblütenfans in Athenstedt dürfte es freilich egal sein, wer die Zeche am Ende zahlt. Hauptsache ist, dass Skupin und Barthel so ihre bereits beim zweiten Huy-Burgen-Lauf gestartete Wette fortsetzen.

Auf der anderen Huy-Seite - in Huy-Neinstedt - herrscht dank der Mitglieder der "IG Pipenpal" an der Versorgungs- und Stempelstelle immer ausgelassene Stimmung. Aus diesem Grund legen auch dort viele Läufer schon mal eine längere Pause ein.

"Ich könnte aus allen Ortschaften noch eine Menge Beispiele nennen, die zeigen, dass sich viele Menschen für den Huy-Burgen-Lauf engagieren, einen reibungslosen Ablauf an den beiden Tagen garantieren und damit zum Erfolg beitragen", unterstreicht Rainard Mühlhaus. Es gebe noch sehr viele Ungenannte, die seit der ersten Auflage des Laufes in irgendeiner Weise vor und hinter den Kulissen helfen - zum Beispiel als Streckenposten oder Begleiter auf dem Fahrrad. Viele von ihnen seien inzwischen auch Mitglieder im Förderverein Huy-Burgen-Lauf.

"Solch ein Event funktioniert nur dank vieler Menschen mit Ideen und fleißigen Händen - ihnen allen möchte ich ein großes Dankeschön sagen"

Und: "Wenn es um den Erfolg unseres einzigartigen Landschaftslaufes geht, dürfen wir die vielen kleinen und großen Sponsoren nicht vergessen, die uns seit Jahren unterstützen." Dazu zählten ein örtlicher Energieversorger ebenso wie ein Kreditinstitut oder eine Krankenkasse, betont der Cheforganisator, der auch die kooperative und freundschaftliche Zusammenarbeit mit der Polizei, die hervorragende Unterstützung seitens des Rettungsdienstes und der Vertreter der Bergwacht sowie aller freiwilligen Feuerwehren am Huy nicht unerwähnt lassen will.

"Solch ein Event funktioniert nur dank vieler Menschen mit tollen Ideen und vielen fleißigen Händen. Ihnen allen möchte ich schon mal ein großes Dankeschön sagen", betont Rainard Mühlhaus. "Den Teilnehmern wünsche ich ab morgen zwei erlebnisreiche Lauftage am und im Huy."

www.huy-burgen-lauf.de

   

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