Auch wenn es in den letzten Wochen etwas ruhiger um den "Bunten Hof" in Osterwieck wurde, die Vorbereitungen für die Sanierung des einstigen Adelshofs kommen voran. Vergangene Woche schaute sich der Bauausschuss des Stadtrates das große Fachwerkhaus an.

Osterwieck. Die Finanzierung des Mega-Bauvorhabens steht. Fast 2,4 Millionen Euro soll es kosten. An reinen Eigenmitteln der Stadt sind aber nicht einmal 200 000 Euro nötig, also weniger als die bis 2009 erfolgte Sicherung des einsturzgefährdeten Hauses gekostet hatte. Und da die Bauausführung über drei Jahre angelegt ist, geht die Stadt davon aus, auch trotz knapper Kasse das Vorhaben zu bewältigen. Das Gros des Geldes kommt aus dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz, zu dem die Stadt freilich auch einen Eigenanteil leistet, sowie aus der Wohnungsbauförderung.

Fünf Wohnungen für Schüler des benachbarten Fallstein-Gymnasiums, Bibliothek, Stadtarchiv und ein Veranstaltungssaal sollen in das Gebäude kommen. Die Sanierung ist eingebettet in ein Modellprojekt zur energieeffizienten Sanierung unter Federführung des Deutschen Fachwerkzentrums Quedlinburg. Seit kurzem steht nun der Architekt fest, der von der Stadt aus vier Bewerbern ausgewählt wurde. Das Büro kommt ebenfalls aus Quedlinburg. Dessen Aufgabe wird es nun sein, kurzfristig die Bauanträge zu erstellen und zur Genehmigung einzureichen. Bauamtsleiter Detlef Schönfeld hofft, dass die Genehmigung bis September vorliegt. Ziel sei es, auf jeden Fall noch in diesem Jahr mit den Arbeiten zu beginnen. Eigenmittel seien dieses Jahr noch nicht nötig.