Halberstadt (phb/sc). "Fünf Menschen und fünf Häuser - Heitere (wahre) Geschichten aus der Halberstädter Altstadt" präsentiert am Mittwoch, dem 18. Mai, Jürgen Köster im Städtischen Museum.

Kösters Schwerpunkt ist die Dominikanerstraße. Zu alten Fachwerkhäusern, nur vereinzelt erhalten, und zum bestimmenden Bauelement dieser Straße, der Katharinenkirche, gesellen sich Betonblöcke, die die einstige Bebauung - kleine sich aneinanderreihende Fachwerkhäuser - verdrängt haben. Nicht etwa durch den Krieg wurde ihr der einstige Reiz genommen, ihren Flair verlor die Straße in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts. Doch für Menschen, die hier lebten und aufgewachsen sind, verbindet sich ihr eigenes Schicksal mit dieser Straße.

Zu ihnen gehört Jürgen Köster. Noch heute meint er, manchmal den Duft zu riechen, der durch das Haus seiner Eltern in der Dominikanerstraße 20 zog, wenn sein Vater die Brötchen in den Ofen der Backstube schob. Hier pulsierte für ihn das Leben der Stadt und hier war der Mittelpunkt seiner Kindheit. Aufmerksam beobachtend, interessiert und neugierig, wie Kinder sind, erlebte er in dieser, "seiner", Straße persönliche Schicksale und erfuhr Glück und Leid seiner Familie und seiner Nachbarn.

Angeregt durch seinen Sohn, der den Erinnerungen seines Vaters gerne zuhörte, brachte er in nur zehn Wochen einen Teil seines Lebens in Episoden aus seiner Straße zu Papier. Aus diesem las Jürgen Köster bereits im Städtischen Museum, doch noch lange nicht alle Episoden und Erinnerungen sind erzählt. Am Mittwoch, dem 18. Mai, wird er um 19 Uhr wiederum zu Gast sein und alle Interessierten an weiteren Lebensgeschichten teilhaben lassen.