Der Energieversorger E.on-Avacon setzt gegenwärtig seinen im vorigen Jahr begonnenen Netzausbau in Wegeleben fort. Um das Stromnetz stabiler zu gestalten und um im Störfall schneller und flexibler reagieren zu können, fließen nach Firmenangaben rund 80 000 Euro in Leitungen und Trafostationen.

Wegeleben/Adersleben/Deesdorf/Rodersdorf. Detlef Budde und Thorsten Wassermann sind am Puzzeln. Allerdings bei einem "Puzzlespiel" der körperlich recht anstrengenden Art: Das Duo puzzelt mit Betonformsteinen, die es nach erfolgten Erdarbeiten wieder exakt ins Gehwegmuster einzusetzen gilt. Während Thorsten Wassermann die schweren Betonsteine heranschleppt, fügt sein Kollege die grauen Quader mithilfe eines Hammers exakt in die Lücken auf dem Gehweg in der Harslebener Straße in Wegeleben ein. Stück für Stück, bis das Gesamtbild stimmt und der zuvor für Erdkabelarbeiten aufgerissene Weg wieder auf ganzer Breite verschlossen ist.

Die Arbeiten sind gewissermaßen die vorletzten Schritte nach den umfangreichen Kabelarbeiten der vergangenen Wochen - jetzt müssen die Mitarbeiter der Schönebecker Firma, die im Auftrag des Energieversorgers E.on-Avacon agieren, nur noch die etwas hochstehenden "Puzzle"-Steine mit Hilfe der Rüttelmaschine auf das Höhenniveau der übrigen Betonsteine einrütteln.

Die Arbeiten, die die insgesamt vier Mitarbeiter der Firma aus der Elbestadt ausführen, erfolgen im Rahmen der so genannten Netzoptimierung, die E.on-Avacon laut Sprecherin Christina Schulz in Wegeleben und den Ortsteilen umsetzt. Nachdem bereits im vorigen Jahr erste Teilabschnitte begonnen wurden, stehe nun zunächst besagter Lückenschluss in der Harslebener Straße auf dem Programm.

Dabei werde auf rund 1,2 Kilometer Länge eine 15-Kilovolt-Verbindungsleitung zwischen der Trafostation unweit des Netto-Marktes am Ortseingang und der Trafo-Turm- station am Friedhof verlegt. Diese neue Erdleitung ersetze zugleich die zwischen beiden Versorgungspunkten bestehende Freileitung. Nach dem Abschluss der Tiefbauarbeiten im Bereich des Gehweges erfolgten in diesen Tagen noch die kabelseitigen Anbindungen in den beiden Trafostationen, hieß es von E.on-Avacon.

Neue Anbindung von Solaranlage

Anschließend ziehen die Bauleute innerorts ein Stück weiter in Richtung Bodebrücke, um dort das nächste Ausbauprojekt des regionalen Stromversorgers zu realisieren. "Wir verlegen dort eine neue Verbindungsleitung zwischen den beiden Trafostationen im Steinweg in Wegeleben und der Station im Ortsteil Adersleben", skizziert die Unternehmenssprecherin.

In diesem Zuge werde auf rund 4,5 Kilometer Länge ein neues Mittelspannungskabel verlegt. Besonderer Aspekt hierbei: Auf einer Länge von rund 160 Metern müsse die Leitung unter der Bode hindurchgeführt werden - auch hier entfalle - analog der Harslebener Straße - anschließend die Freileitung.

Das Ausbaupaket in der Bodestadt umfasse obendrein den Aufbau zwei neuer Trafostationen, so die Unternehmenssprecherin weiter. Neben einem Umspannwerk im Ortsteil Adersleben entstehe auch am Kieswerk der Bodestadt eine neue Trafostation, um dort die mit einer Fotovoltaik-Anlage erzeugte Elektroenergie in das Leitungsnetz einzuspeisen. Letztlich, so Christina Schulz, dienten diese Arbeiten der Netzoptimierung und -stabilisierung und der Verbesserung der Stromversorgung im Störfall. Unterm Strich investiert E.on-Avacon nach eigenen Angaben rund 80 000 Euro.

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