Halberstadt. Die Tage für das imposante Gebäude der ehemaligen Rosa-Luxemburg-Schule in der Gleimstraße Halberstadts sind gezählt. Der denkmalgeschützte Backsteinbau mit seinen Verzierungen und ansprechenden architektonischen Gliederungen wird der Abrissbirne zum Opfer fallen.

Die dafür notwendige Genehmigung seitens der Denkmalschutzbehörden liegt bereits vor, berichtete Beate Grebe. Die Chefin des städtischen Wohnungsunternehmens HaWoGe weiß auch, wofür das seit 20 Jahren ungenutzte Baudenkmal weichen soll - für eine "Wohnumfeldgestaltung für das Mehrgenerationenwohnen Finckehof".

Es fand sich über Jahre kein Investor, der das große denkmalgeschützte Objekt haben wollte, die Nutzungsmöglichkeiten für alte Schulen sind nicht so üppig. Nun kauft die HaWoGe die Immobilie von der Stadt und lässt das Haus abreißen. "Das wird noch in diesem Jahr über die Bühne gehen", sagt Beate Grebe. Die dort geplanten Stellflächen, die sich hinter dem Begriff der Wohnumfeldgestaltung mit verbergen, sollen die Parkplatzsituation rund um das Wohnquartier Finckehof entkrampfen.

Schon als für das Quartier die Planungen erstellt wurden, war klar, es wird an Parkmöglichkeiten mangeln. Der Innenhof des generationsübergreifenden Wohnprojektes sollte von Anfang an frei bleiben von parkenden Blechkarossen. "Damit wir hier den Mietern eine hohe Aufenthaltsqualität bieten können", begründete Grebe diese Entscheidung. Dazu komme, dass auch das Konzept des "neuen Wohnens" nicht auf Autonutzer abzielt, sondern eher auf Fußgänger.

"Mit diesem Vorhaben leisten wir einen weiteren Beitrag zur Stadtbildgestaltung und zur Entwicklung Halberstadts", schätzte die HaWoGe-Chefin abschließend ein.