Halberstadt (phb/je). Grund zur Freude hatten gestern die Mitglieder des Vereins "Kinder von Tschernobyl in der Region Halberstadt". Ein Verein, der sich seit vielen Jahren um Mädchen und Jungen kümmert, die in der durch den Atomunfall in Tschernobyl strahlenverseuchten Region Weißrusslands leben Die engagierte Arbeit der Mitglieder wäre ohne die Unterstützung vieler Helfer, Sponsoren und Spender nur schwer möglich.

Gestern überbrachte der Präsident der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt, Dr. Frank Dreihaupt, dem Verein einen Spendenscheck in Höhe von 5000 Euro. "Das Geld ist der Erlös der traditionellen Wohltätigkeits-Tombola des Zahnärzteballs. Der Reinerlös betrug 4400 Euro und er wurde durch die Zahnärztekammer für den guten Zweck aufgerundet", informierte Dr. Frank Dreihaupt. Der zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Vereinsmitglieder. "Sie leisten eine bewunderungswürdige Arbeit", begründete Dreihaupt die großzügige Spende. Kindern aus der geplagten Katastrophenregion von Tschernobyl eine Erholung an gesunder Luft und mit vielen neuen Eindrücken zu vermitteln, das sei ein Anliegen, das jede Unterstützung wert sei.

Der Präsident lobte besonders den langen Atem, den die 20 Mitglieder des 1991 gegründeten Vereins bewiesen haben, indem sie 2010 bereits zum 50. Mal Kindergruppen eingeladen hatten. Auch in diesem Jahr reißt die Hilfe des Vereins "Kinder von Tschernobyl der Region Halberstadt" nicht ab. 20 junge Gäste sollen wieder betreut werden. Zu denen, die das ermöglicht haben, gehört nun auch die Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt.

Zahnärzte der Region hatten in der Vergangenheit bereits kostenlos die zahnmedizinische Versorgung der Kinder übernommen. Ein Zahnarzt war es auch, der die Kammer auf den Verein aufmerksam machte. Jörg Rauch aus Halberstadt, der selbst Kinder aus Tschernobyl in seiner Praxis versorgt, stellte im Herbst 2010 den Antrag, den Tombola-Erlös an den Verein zu übergeben.