Die Kita "Wirbelwind" in Schwanebeck hat sich erfolgreich um eine Beteilung am Bundesprogramm zur Frühförderung in Kindereinrichtungen beworben. Die CDU-Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis, Heike Brehmer, überreichte kürzlich den Zuwendungsbescheid.

Schwanebeck. Die Kindertagesstätte "Wirbelwind" in Schwanebeck gehört zu den sieben Kitas im Bundestagswahlkreis Harz, die bisher mit ihrem Antrag beim Bundesprogramm "Offensive Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache Integration" Erfolg hatten.

"Ziel dieser Förderung ist es, Kinder mit besonderem Sprachförderbedarf frühzeitig durch eine alltagsintegrierte Hilfe zu unterstützen", sagte die Bundestagsabgeordnete Heike Brehmer (CDU) bei ihrem Besuch in der Kita. Die Offensive des Bundes setze bereits vor der sogenannten Sprachstandsfeststellung an, die seit einiger Zeit üblicherweise im vierten oder fünften Lebensjahr erfolgt. Für die sprachliche Frühförderung stellt der Bund bis Ende 2014 der Kita "Wirbelwind" 25 000 Euro pro Jahr zusätzlich zur Verfügung.

Kita-Leiterin Kerstin Weißenbilder und ihr Team nahmen den Förderbescheid aus den Händen der Bundestagsabgeordneten entgegen. Die Förderung ermögliche eine personelle Aufstockung und die Anschaffung der Materialien, die für die angestrebte Förderung notwendig seien, freuen sie sich.

In Schwanebeck werden in dem früheren Dauerheim 105 Kinder von elf Erzieherinnen betreut. Seit 1994 gehört die Einrichtung zum Diakonischen Werk im Kirchenkreis Halberstadt. Im Jahr 2000 gab es umfangreiche Sanierungsarbeiten im und am Haus.

Individuell auf die Kinder eingehen

"Unser Ziel ist es vor allem, sehr individuell auf die Kinder einzugehen", betonte die Kita-Leiterin. Die Kinder seien heute anders als früher. Oft fehle es zu Hause an der nötigen Zuwendung. Die Jüngsten würden zu oft vor dem Fernseher allein gelassen, so die Erfahrung der Erzieherin.

"Der Psyche muss es gut gehen, das ist unser wichtigster pädagogischer Ansatz", betont die Leiterin der Einrichtung. Im großen Park gibt es Möglichkeiten für viel Bewegung. An Werkbänken kann man sich praktisch betätigen. Mit der zusätzlichen halben Stelle, die aus den Projektmitteln eingerichtet werden soll, könne die Arbeit mit den Kindern effektiv verbessert werden, ist sich Weißenbilder sicher.

"Wir müssen frühzeitig in unsere Kinder investieren", betonte Diakonie-Geschäftsführerin Gabriele Schwentek. Das sei ein großes gesellschaftliches Thema. Da helfe nur ein verbesserter Betreuungsschlüssel. Allerdings würden die Erzieherinnen immer älter und fallen auch mal aus. "Grundschullehrer bekommen Vorbereitungszeit. Bei uns müsste für die pädagogische Arbeit oder ein Elterngespräch auch zusätzliche Zeit eingeräumt werden", forderte sie.

Die Bundestagsabgeordnete erkundigt sich vor Ort nach der praktischen Umsetzung des jüngsten Bildungspakets. Vor allem in Sachen Mittagessenversorgung gibt es in Schwanebeck schon zahlreiche Anträge, hieß es. Hier legt man auch Wert auf ein gemeinsames gesundes Frühstück.

In Sachen Ganztagsbildung, aber auch bei der Erziehung in den Elternhäusern gibt es noch viel zu tun, wurde bei dem Gespräch deutlich. In Schwanebeck bemüht sich das Team der Erzieherinnen auch mit bestimmten Höhepunkten um positive Erlebnisse für die Jüngsten. So steht am 1. Juni der Kindertag mit Wandern in den Huy und einem Sportfest im Park an. Die Schulanfänger werden im Juli verabschiedet und am 15. August erfolgt die Begrüßung der neuen Kinder. Für den 21. September ist ein Schnuppertag für interessierte Eltern geplant. Höhepunkt soll in diesem Jahr das Martinsfest am 11. November werden.