Halberstadt (ck). Zum Vorschlag der Errichtung eines Radweges in der Rudolf-Diesel-Straße in Halberstadt meldete sich Stadtrat Ulrich Kasten zu Wort: "Es ist sehr interessant, dass sich die Bürger darum bemühen. Auch ich als Stadtrat habe mich vor Jahren schon darum gekümmert."

Dass ein hohes Verkehrsaufkommen in der Straße herrsche, ist nichts Neues, so Kasten. Täglich passieren hier bis zu 12 000 Fahrzeuge die Straße und gefährden damit die Radfahrer. Kastens Nachfrage beim Tiefbauamt hätte ergeben, dass die Straße zu schmal für das Anlegen von Radwegen ist. Der Stadtrat hatte daraufhin vorgeschlagen, eine separate Radfahrstraße zu errichten. Die Antwort vom Tiefbauamt: Das sei nicht machbar.

Ulrich Kasten sieht jedoch eine Alternative, nämlich die Radfahrer über einen Weg entlang der Bahngleise an der Quedlinburger Straße ausweichen zu lassen. Fakt ist, so der Stadtrat, dass Radfahrer von Harsleben aus viel leichter in die Kreisstadt kommen, aber es von der Stadtseite aus quasi unmöglich ist.

Hier würde sich ein weiteres Problem ergeben: Damit die Radfahrer einen möglichen Ausweichweg befahren können, müsste ein neuer Rad-Fuß-Weg inklusive entsprechender Schranke an den Gleisen errichtet werden, um einen sicheren Übergang über die Bundesstraße zu ermöglichen. Das ist mit hohen Kosten verbunden. Dafür ist der Landesbaubetrieb Bau zuständig. Aber auch dort ist Ulrich Kasten auf Ablehnung gestoßen.

Sein Fazit: "Für die Radfahrer muss man eine Lösung finden, aber es ist keine Lösung in Sicht." Vielmehr wundert es ihn, dass dazu bis jetzt noch keinerlei Reaktion vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) gekommen ist.