Für zwei Stunden öffnete die Grundschule "Miriam Lundner" am Sonnabend ihre Pforten. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler kamen an dem sonnigen Frühlingstag mit ihren Eltern, Geschwistern und anderen Angehörigen in das Schulhaus, um ihnen in der 8. Offenen Schulgalerie zu zeigen, wie kreativ sie sind. Schulleiterin Dr. Bettina Oelmann hieß dazu auch Freunde der Schule, ehemalige und künftige Schüler willkommen.

Halberstadt. Klassenräume, Flure und der Treppenaufgang waren wieder in eine riesige Galerie verwandelt worden, in der es viel zu sehen gab. Gezeigt wurde, was nicht unbeachtet in Zeichenmappen bleiben oder in Schränken auf seine Entdeckung warten sollte. "Sie werden staunen, was im Fach Gestalten, in den Arbeitsgemeinschaften und in fächerübergreifendem Unterricht entstanden ist", kündigte die Schulleiterin an. "Schauen sie sich in Ruhe alles an und nutzen sie die Möglichkeit, im zum Cafè umgestalteten Speiseraum mit den Lehrern oder dem Fördervereinsvorsitzenden Heiko Grothe ins Gespräch zu kommen."

Nach der musikalischen Einstimmung begrüßte Angela Ernst, Fachbereichsleiterin für den Gestaltenunterricht und Initiatorin der Schulgalerie, die Gäste mit einem Gedicht, das morgens am Frühstückstisch entstanden war und zu einer "Reise von Bild zu Bild" einlud. Von einem "Bildermeer der Kinderkunst" war darin die Rede. Womit sie wahrlich Recht hatte, denn unzählige Bilder schmückten die Wände, lagen auf den Tischen oder steckten sortiert in den großen Zeichenmappen.

80 besonders gelungene Werke galt es im schulinternen Malwettbewerb zu begutachten. Mit einem Klebepunkt kennzeichnete jeder Gast sein Lieblingswerk nach dem Galerierundgang an einer Abstimmungstafel. Für seine Malerei/Collage "Alter Herbstbaum" bekam Marek Grothe aus der Klasse 1a die meisten Punkte. Auf Platz 2 folgte Nele Deicke aus der Klasse 4a mit ihrer Grafik "Schmusekatze".

Mehrere Projekte in den Gängen der Schule

Neben der so umfangreichen Bildergalerie gab es noch viel mehr zu sehen. In den Gängen und Räumen wurden unter anderem die Projekte "Lebensraum für Vögel" und "Vater Gleim", selbstverfasste Gruselbücher und kunstvoll gestaltete Büchlein aus dem "Lundner-Verlag", eine Schaufenster- gestaltung zum Welttag des Buches sowie thematische Arbeiten von mehreren Lerngruppen und Arbeitsgemeinschaften vorgestellt. Bildermappen, Skizzenbücher und Mathe-Forschungshefte luden zum Blättern ein.

Außerdem konnten sich die jungen Besucher im Kreativraum selbst versuchen beim Basteln mit unterschiedlichsten Materialien, die sonst im Abfall landen. Daraus entstanden, oft mit Unterstützung der Eltern, recht fantasievolle Gebilde. Kinder bastelten, malten, gestalteten, pusselten und zeigten so auf unterschiedliche Weise, welch künstlerisches Potenzial in ihnen steckt.

Das unterstrichen auch die Mitglieder der Theater AG, die in farbenfrohen Kostümen eine Szene aus ihrem aktuellen Stück "Irene hat so große Füße" vorstellten und dafür vom Publikum mit reichlich Applaus belohnt wurden.

Über die große Besucherzahl freute sich Angela Ernst: "Sie haben sich viel Zeit genommen für ihre Reise von einem kleinen Kunstwerk zum anderen, dabei vieles entdeckt und gestaunt, was in den Kindern steckt, wenn man sie fordert und fördert." Schulleiterin Dr. Bettina Oelmann dankte allen, die den Tag so gut vorbereitet hatten und verwies auf zwei weitere Höhepunkte im Jahr 2011: Die Grundschule begeht im September ihr 20-jähriges Bestehen und im November den 10. Jahrestag der Verleihung des Namens Miriam Lundner.

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