Harsleben bereitet sich auf die 875-Jahr-Feier vor. Zum "Tag der Höfe" wollen sich die Vereine des Orts jeweils in einem der historischen Bauerngehöfte präsentieren. Die Volksstimme stellt diese Vorhaben in den kommenden Wochen in loser Folge vor.

Harsleben. Das Programm für die Jubiläumsfeiern "875 Jahre Harsleben" nimmt Gestalt an. Ein erster Höhepunkt dürfte der "Tag der Höfe" am Sonnabend, dem 10. September, werden. Mindestens zwölf der stattlichen traditionellen Bauerngehöfte öffnen in der Zeit von 10 bis 18 Uhr ihre Tore für Besucher. Die Eigentümer arbeiten dabei eng mit jeweils einem Verein des Orts zusammen, der in dem historischen Ambiente seine Aktivitäten vorstellt.

So wird beispielsweise der Hof der Familie Jerosch in der Amtsstraße gemeinsam mit der Schützenbrüderschaft Harsleben ausgestaltet. Einzelheiten stellten kürzlich Olaf Fricke vom Festkomitee gemeinsam mit dem Vereinsvorsitzenden der Schützen, Rüdiger Diener, und der Familie Jerosch vor.

Geplant ist dort eine Ausstellung zur Geschichte des Schützenwesens mit historischen Waffen und Ausrüstungsgegenständen um 1800. Auch eine Bilderausstellung zur Geschichte des Anwesens als Teil des ehemaligen Amtshofs ist geplant. Dazu sind Teile der Bilderausstellung von Olaf Fricke zu sehen. Der Schützenverein bietet Wettbewerbe für jedermann im Luftgewehr- und Bogenschießen mit Preisen für die Teil- nehmer.

Auf dem Hof ist eine Bewirtung der Besucher durch die Firma Uwe Kaldenbach und durch die Schützen geplant. Als Besonderheit gibt es Kartoffeln direkt aus dem Dämpfer mit Quark. Kaffee und Kuchen sind natürlich auch eingeplant und der Mühlenverein Danstedt ist mit einem mobilen Backofen auf dem Hof. Es werden frische Brötchen, Brot und Kuchen verkauft. Sitzplätze unter dem alten Nussbaum laden zum Verweilen ein. Der Hof wird mit landwirtschaftlichen Geräten und anderen Dingen dekoriert.

Auf dem historischen Hof sind noch die Reste der Amtsscheune von 1610 zu sehen. Sie war lange Zeit das größte Gebäude von Harsleben. Am Giebel findet man die Wappen der Herzöge von Braunschweig.

Die Schützenbrüderschaft Harsleben von 1494 kann mit ihrer über 500 Jahre alten Geschichte auf zahlreiche historische Ereignisse zurückblicken. Seit 1745 sind alle Schützenkönige dokumentiert. 1936 wurde ein Kleinkaliberschießstand erbaut, der in der DDR-Zeit auch von der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) genutzt wurde. Heute sind die Schützenfeste Anfang Juni ein fester Bestandteil des Veranstaltungsplans des Ortes. Über 50 Mitglieder hat der Verein und will mit seinem Angebot zum Tag der offenen Höfe auch für den Schießsport und die Vereinsarbeit werben.

Mit einem Gottesdienst wird die Festwoche am Freitag, dem 9. September, eröffnet. Sie endet am Sonnabend, dem 17. September, mit einem Ball. Am Montag, dem 12. September, steht die Geschichte des Orts im Mittelpunkt, am Dienstag darauf sind historische Filme zu sehen.

Am Donnerstag, dem 28. Juli, trifft sich das Festkomitee, das seit eineinhalb Jahren aktiv ist, ab 19.30 Uhr erneut im Rathaus von Harsleben zu Beratungen über den Festumzug. Die Volksstimme wird auch die Vorhaben auf anderen Höfen in loser Folge vorstellen.

Weitere Informationen zum Ortsjubiläum in Harsleben sind auch im Internet verfügbar.

www.gross-harsleben.de

 

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