Tom Bosse aus Pabstorf gehört zu den Gewinnern des Jugendvideopreises, der in der vergangenen Woche vergeben wurde. Der Nachwuchsregisseur träumt von einer Karriere im Film- und Fernsehbereich.
Pabstorf l Sein Kurzfilm "Kowalski" hat den zweiten Platz in der Kategorie Fortgeschrittene erreicht. Das hat ihn völlig überrascht, berichtet Tim Bosse. Und eigentlich ist das auch der bisher einzige Preis, den er gewonnen hat. Er war mal für den deutschen Nachwuchspreis nominiert gewesen, allerdings ohne Erfolg. Aber das war trotzdem eine große Ehre für ihn, sagt Tim.
Ein Filmfreak war er schon immer. In der Schulzeit habe er versucht, Projekte filmisch umzusetzen, erinnert sich der 24-Jährige. Aber das waren nur Amateurversuche. Richtig professionell produzierte er 2007 mit einer Freundin einen Imagefilm für die Stadtbibliothek Halberstadt. Weitere Projekte folgten, unter anderem auch in Wernigerode. "In Sachsen-Anhalt war es schwierig, etwas in Richtung Film zu machen, deswegen bin ich spontan nach Berlin gezogen und habe ein Praktikum beim Offenen Kanal bekommen." Tim arbeitet freiberuflich und selbständig, er schneidet, dreht, produziert und moderiert, wo er eben gebraucht wird. Seit zwei Jahren studiert er Regie an der Filmschule "filmArche" in Kreuzberg.
Im Rahmen seines ersten Studienjahres entstand auch sein Kurzfilm "Kowalski". Die sechsminütige Komödie drehte der gebürtige Pabstorfer in der Hauptstadt. "Die Filme, die ich während meines Studiums mache, sind an bestimmte Regeln gebunden", erklärt Tim. An "Kowalski" waren fünf Filmstudenten beteiligt, Tim übernahm die Regie. Innerhalb von vier Wochen entstand das Drehbuch, die Szenen wurden in sechs Stunden in nur einem Raum gedreht. Die beiden Darsteller hat Tim vorher gecastet.
"Ich bin mit Herzklopfen ins Gespräch gegangen und mit einem Lächeln wieder rausgekommen"
Im Film geht es um einen Mann namens Kowalski, der ein Paket erwartet. Als der Postbote kommt und seine Unterschrift haben will, malt sich Kowalski aus, was alles passieren könnte, würde er in die Vergangenheit reisen können. Der Postbote - unter Zeitdruck - erkennt, dass er nur an die Unterschrift kommt, wenn er auf Kowalskis Träumereien eingeht.
Für die Hauptrolle konnte Tim keinen Geringeren als Helmut Krauss gewinnen. "Löwenzahn"-Fans dürfte er bekannt sein als der fiese Nachbar von Peter Lustig. "Ich habe vor Helmut Krauss viel Respekt und habe mich kaum getraut, ihn für die Rolle anzufragen", berichtet der junge Student. Er kontaktierte ihn über seine Homepage, schickte ihm das Drehbuch und erhielt prompt am nächsten Tag eine Antwort. In einem Berliner Hotel trafen die beiden Männer das erste Mal aufeinander und fanden gleich einen Draht zueinander. "Helmut Krauss kommt ja aus Vienenburg. Das wusste ich vorher nicht. Das hat uns gleich verbunden", so Tim. Und seine anfängliche Aufregung war verflogen. "Ich bin mit Herzklopfen ins Gespräch gegangen und mit einem Lächeln wieder rausgekommen."
Tim hat schon einmal am Jugendvideopreis teilgenommen. 2005 hat die Nominierung nicht geklappt, dafür konnte er dieses Jahr als strahlender Zweiter das Preisgeld von 500 Euro in Empfang nehmen. "'Kowalski' ist ja ein Übungsfilm. Daher finde ich es super, dass die Jury keinen Wert auf Ästhetik legt, sondern auf Idee und Umsetzung", sagt der 24-Jährige stolz. Die 500 Euro sind schnell verplant. Damit könnte er die Produktionskosten für "Kowalski" decken und natürlich hätten die anderen Mitwirkenden am Film auch ein Recht auf ihren Anteil.
Momentan ist Tim schon wieder fleißig. Gerade hat er seinen neuesten Film "Musik liegt in der Luft" abgedreht. Nach Produk-tionsende soll er auf große Festivalreise gehen. Vielleicht wird er ihn im nächsten Jahr auch für den Jugendvideopreis einreichen. Neben seinem Studium gibt Tim auch einen Workshop in Potsdam-Babelsberg. Dort führt er die Teilnehmer in die Geheimnisse der Kurzfilmproduktion ein. Sein großes Ziel ist es, irgendwann mit seinen Filmen Geld zu verdienen. "Ich arbeite gerne szenisch und fiktiv, könnte mir aber auch vorstellen, größere Projekte für den Fernsehbereich zu realisieren", sinniert der Nachwuchsregisseur.
Und seine Heimat? Hat er die schon vergessen? Auf keinen Fall, versichert Tim. "Ich bin oft in Pabs- torf. Das ist quasi mein Zweitwohnsitz. Dort zu sein, möchte ich nicht mehr missen."
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Hier in Deutschland muß der Polizist nachweisen, dass sein Handeln "gerechtfertigt " war. NEIN ,falscch - der Täter muß nachweisen ,dass das Handeln der Ordnungsorgane nicht gerechtfertigt war. Bsp. USA: wer dort Polizisten angreift oder verletzt wird über ein Sofortgericht ohne viel Federlesen für ein Jahr eingebuchtet. Und hier in Deutschland Bsp. Demos sind sogar Politiker dabei wenn es um Gewalt,Zerstörung,Vandalismus,Angriffe auf die Polizei geht.Bestes Beispiel Gorleben - jedes Jahr.Wenn ich das machen würde wäre ich für Jahre weggesperrt !
völliger Schwachsinn der Tunnel ist völlig ok und es wird auch zeit das Oschersleben nicht immer "2 geteilt" ist es nervt, so oft wie man vor den Schranken steht !!! Sollten dann aber die Bahnübergänge Fabrikstraße und Anderslebener Straße geschlossen werden gibt es nur noch einen weiteren Bahnübergang was für Oschersleben zu wenig ist. Man müsste mind. 1 weitere Möglichkeit lassen für Notfälle. man weiß ja nie .....