100 Läuferpaare starteten am Abend des Nikolaustages beim 7. Lichterlauf des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums. Kinder, Jugendliche und Erwachsene umrundeten innerhalb einer Stunde insgesamt 2131 Mal den Käthe-Kollwitz-Platz und erliefen damit 1065,50 Euro für die "Rolle".
Halberstadt l Burkhardt Knobbe, der den Lichterlauf wie immer moderierte und kommentierte, kündigte ein paar Mal an, eine Sprecherpause einzulegen. Doch es blieb bei der Ankündigung, stattdessen feuerte der Sportlehrer die Schüler ununterbrochen an, nannte Zeiten und Rundenzahlen, gab lauftechnische Hinweise und drückte öfter seine Freude über die gestiegene Teilnehmerzahl aus: "100 Laufpaare, die gab es noch nie. Das ist Rekord."
Dass an dem Abend noch einige der bisherigen Rekorde purzeln würden, ahnte niemand, der den Start um 17 Uhr erlebte. Gemeinsam mit Schulleiterin Regina Zimmermann schickte Knobbe die ersten 48 Paare auf den Rundkurs. "Denkt daran, dass es heute wieder gilt, mit möglichst vielen Umrundungen eine Geldsumme zu erlaufen, die Gleichaltrigen im Jugendfreizeitzentrum "Rolle" zugute kommt", gaben sie den Kleinen mit auf den Weg. Mit den Schülerinnen und Schülern der 5. bis 7. Klassen starteten auch fünf "Rolle"-Kids zwischen fünf und neun Jahren. Leuchtende Staffelstäbe in den Händen, rannten alle um den Platz, der gesäumt war von vielen kleinen Lichtern und in dessen Mitte diesmal ein Dutzend Fackeln flackerten.
"Die laufen ja schneller als bei einer Leistungskontrolle."
Sportlehrer Burkhardt Knobbe
"Die laufen ja schneller als bei einer Leistungskontrolle", kommentierte Knobbe und zählte beim schnellsten Team in der achten Minute bereits sieben Runden. Die Rundenzähler hatten gut zu tun, denn fast im Minutentakt meldeten sich die Läuferinnen und Läufer bei ihnen. "Die haben heute richtig Stress, die kommen mit dem Zählen gar nicht hinterher", scherzte der wie immer gut aufgelegte Kommentator. Als es zur Halbzeit kurzzeitig regnete, mahnte er Vorsicht an: "Aufpassen und gleichmäßig laufen. Wir kriegen das schon hin."
997 Runden standen nach dem ersten Rennen zu Buche. Ein weiterer Rekord an dem Abend. "Ich bin begeistert von der großen Teilnahme und vom Ehrgeiz, mit dem alle dabei sind", sagte Regina Zimmermann und ermunterte die nächsten Starter, es den Kleinen gleich zu tun. "Lauf, Käko lauf, gebt noch einen drauf, wir geben niemals auf", feuerte sie mit einem spontan kreierten Schlachtruf die Jugendlichen und Erwachsenen an. Sportlehrer Knobbe dankte den Müttern und Vätern, "die sich trauen, mitzulaufen", und forderte das Publikum erneut auf, die Akteure anzufeuern. Wenn dieser Wunsch auch ein wenig verhallte, die Rundenläufer kämpften verbissen und spornten sich gegenseitig zu Höchstleistungen an.
Knobbe, der zwischenzeitlich das Mikrofon an die Schulleiterin übergeben hatte, verschwand, tauchte im Nikolauskostüm wieder auf und beschenkte die kleinen Zuschauer, aber auch einige der gerade laufenden Jugendlichen mit Schokolade. Wieder in seine Zivilklamotten geschlüpft, beendet er alsbald das zweite Rennen: "Aus, aus, aus, Feierabend!"
Begeistert nannte er die Gesamtrundenzahl der Jugendlichen und Erwachsenen: 1122. Ein weiteres Rekordergebnis.
Während im Lehrerzimmer die Auswertung fortgesetzt wurde, bekamen die jüngsten Teilnehmer ihre Urkunden. "Ihr habt euch alle mächtig angestrengt", lobte Knobbe die Kleinen. Als er den Wanderpokal, den er zuvor vom Vorjahressieger Cedrik Staat bekommen hatte, erneut an ihn und seinen Teamkameraden überreichte, verkündete der Sportlehrer, dass alle Platzierten aktive Sportler des VfB Germania sind und bescheinigte dem Verein eine sehr gute Trainingsarbeit.
Der 7. Lichterlauf endete mit der Ehrung der Jugendlichen und Erwachsenen. Schulleiterin Regina Zimmermann gratulierte den Besten und freute sich besonders, dass mit Lisa Heyroth und Elisa Krone "ein weibliches Team allen gezeigt hat, wo es langgeht". Mit 32 Runden hatten sie einen neuen Rekord aufgestellt.
"Ich bin begeistert von der großen Teilnahme und vom Ehrgeiz."
Schuldirektorin Regina Zimmermann
Nach all den Rekorden stand fest, dass Stephan Müller aus Harsleben, der seit Jahren je 50 Cent pro Runde sponsert, diesmal eine Rekordsumme locker machen muss. Der Busunternehmer nahm es gelassen: "Versprochen ist versprochen. Die große Teilnehmerzahl und der Ehrgeiz, mit dem alle die Sache angegangen sind, haben mich begeistert. Da zahle ich gern. Nicht zu vergessen, dass das Geld außerdem einem guten Zweck dient."
Die Schülerinnen und Schüler hatten sich diesmal zusätzlich in den Familien eigene Sponsoren gesucht. In den nächsten Tagen werden sie dort das Geld abfordern, das sie für das Doppeljubiläum "20 Jahre Gymnasium und 100 Jahre Lernort" zur Verfügung stellen.
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Was die Überschrift: Reformpädagogik weicht der Gleichschaltung mit dem Artikel zu tun haben soll bleibt vollkommen um Dunkeln. Geht es hier nur drum die Reformpädagogik in ein falsches Licht zu rücken?
Ach du dickes Ei.. das glaub ich ja wohl gar nicht. Indianerfest, Indianerfan - wenn ich das schon lese oder höre kriege ich sonen hals.. ich bin mit einem indianer verheiratet, von daher ist ein teil meiner familie ebenfalls indianer, ich kenne auch viele indianer und deren stimmung, meinung über sowas und - naja die ist nicht die beste - im gegenteil, die sind total angepisst von indianerspielen weißer europäer. Muss ich noch mehr sagen?? Ihr solltet euch mal mit ihnen ernsthaft befassen, welche kennenlernen, mit ihnen reden und vorallem ihnen zuhören und sie verstehen.. warum die stinkesauer sind über solche spielchen und die damit verbundene verballhornung, verniedlichung und zum maskottchenmachen ihres volkes, ihrer kultur usw. durch weiße europäer; die fühlen sich doch total verarscht und lächerlich gemacht. Sorry wenn ich einigen hier den spaß (auf kosten eines noch immer in den usa und kanada existierenden volkes) vermiest habe, das war beabsichtig. Von daher keine entschuldigung aber wie wärs mal mit nachdenken: wie würdet ihr euch fühlen ,wenn andere völker euch in dieser weise missbrauchen- denn das genau ist es was hier passiert.