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Die Halberstädter müssen künftig tiefer in die Tasche greifen, der Stadtrat beschloss am Donnerstag zügig zahlreiche Gebührenerhöhungen. Diskutiert wurde länger über die Frage, ob die Abgeordneten auf Teile ihrer Aufwandsentschädigung verzichten.
Halberstadt l Nachdem im September die CDU-Fraktion den Antrag gestellt hatte, die monatliche Aufwandspauschale für Fraktionsvorsitzende und den Ratspräsidenten um 20 Prozent zu kürzen, und die Forum-Fraktion daraufhin einen alten Antrag auf komplette Kürzung der Monatspauschale erneut gestellt hatte, waren diese Anträge nun wieder Thema. In den Ausschüssen hatte sich schon abgezeichnet, dass der Forum-Vorschlag keine Mehrheiten finden wird, die CDU-Idee aber einigen Abgeordneten als nicht ausreichend erscheint.
In der Aussprache betonte Frauke Weiß erneut, dass es ohnehin schwer sei, Menschen für ein politisches Ehrenamt zu begeistern. Daher sei die Kürzung der Monatspauschale kein guter Weg. Die Fraktionschefin der CDU beklagte zudem, dass in den Ausschüssen kein anderer Antrag gestellt worden sei, dies aber nun in der Ratssitzung passieren solle. Woraufhin Rainer Neugebauer als Fraktionschef des Forums daran erinnerte, dass jede Fraktion das Recht hat, jederzeit einen Antrag zu stellen. Das habe auch die CDU schon mehrfach in Ratssitzungen getan. Er verwies dann darauf, dass der Rat "permanent entscheidet, Mitarbeitern der Stadt, des Theaters und anderswo enorme Kürzungen aufzuerlegen. Es wäre gut, wenn wir als Stadträte ein gutes Beispiel geben und auf die pauschalisierte Aufwandsentschädigung verzichten". Mit den so gesparten rund 85 000 Euro im Jahr könnte man den geplanten Wegfall der Vereinsförderung gegenfinanzieren. Es könne nicht sein, dass man bei Jugendarbeit und Vereinsförderung so massiv kürze und sich dann darüber aufrege "wenn die Rechten in Halberstadt mal wieder durchknallen".
Richard Kabelitz von der Links-Fraktion beantragte dann, dass die Stadt die Satzung zur Aufwandsentschädigung überarbeitet - und die Monatspauschale der Abgeordneten von 128 auf 100 Euro senkt, die zusätzliche Entschädigung für die Fraktionsvorsitzenden ebenfalls von 128 auf 100 Euro und die Summe für den Ratspräsidenten von 256 auf 200. Da der Antrag etwas unglücklich als "Ergänzungsantrag" zum CDU-Antrag formuliert war, (was rechtlich nicht geht, Anm. d. Red.) entzündete sich eine hitzige Debatte. Markus Gorges (CDU) erinnerte daran, dass man so einen Antrag schon im Finanzausschuss hätte einbringen können, Frauke Weiß forderte Schluss der Debatte - und Ratspräsident Volker Bürger entließ den Rat erstmal in eine Pause. Anschließend hatten sich die Gemüter beruhigt, die Linke einen klarer formulierten Antrag vorgelegt und dann ging es an die Abstimmung. Der Forum-Vorschlag scheiterte, der Linke-Vorschlag wurde letztlich mit 21 Ja-, 19- Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen angenommen.
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Es sind genau diese Halbwahrheiten, wie sie Herr Haseloff in diesem Artikel äußert, die die emotionale Explosion der Beschäftigten vom Professor bis zu pflegerischen Hilfskraft am Klinikum in Halle, ausgelöst haben. Um es deutlich zu sagen: Wir haben gestern 101.000 Unterschriften für den Erhalt beider Universitätskliniken und Medizinischer Fakultäten übergeben, weil dies für die Zukunft in Sachsen-Anhalt erforderlich ist. Dieses Land braucht Ärzte und die Patienten mit schweren und "teuren" Erkrankungen Krankenhäuser, die deren Behandlung leisten können und wollen. Maximale Versorgung ist von Salzwedel bis Zeitz erforderlich! Es gibt auch keine Konkurrenz zwischen den beiden Universitätsklinika in Sachsen-Anhalt um Patienten und Studenten! Die erwähnten Defizite aller Uniklinika in Deutschland sind ein Ergebnis fehlerhafter Bundespolitik. Es würde dieser Landesregierung gut zu Gesicht stehen, wenn sie sich im Bundesrat für die adäquate Bezahlung, der in unseren Häusern erbrachten stationären und ambulanten Leistungen, stark machen würde! Ein Nebeneffekt: Es kostet den Landeshaushalt keinen Cent, würde ihn sogar entlasten. Leider hatte in dieser Landesregierung ausschließlich Birgitta Wolff diesen Weitblick und ihr Rauswurf war das Zeichen für die wahre Politik einer Regierung, die in Halle 48.000 Wählerstimmen erhielt. Unser Aktionsbündnis hat 65.000 Unterschriften in dieser Stadt gesammelt. Wo sieht Herr Haseloff den Wählerwillen? Stattdessen erklärt er als Nebelbombe die alten Planungen im neuen Gewand und denkt es merkt keiner. Aber 20 Jahre Kampf gegen Privatisierung und Schließung der Universitätsmedizin in Halle machen sensibel. Die vom Finanzausschuss Landtages für erforderlich erachtete Fertigstellung des Campus in Halle, für die Mittel in Höhe von 80 Mio. erforderlich sind, und die ca. 10% Reinvestitionsquote werden von Herrn Bullerjahn und seinem Ministerpräsidenten kurzerhand zum Investitionsstau erklärt. Ist dies lediglich Beleidigung der Menschen oder einfach Unwissenheit und Unsicherheit? Klar wird: Wir werden uns in den nächsten Wochen häufiger auf der Straße treffen! Kommende Woche bereits in Magdeburg.
@ HeidemarieMund: Ob homosexuelle Paare biologische Eltern sein können, spielt überhaupt keine Rolle für die Diskussion. Es würde nach der Legalisierung der Homo-Ehe nicht auf einmal aus dem Nichts mehr Homosexuelle geben. D.h. auch, dass danach noch genauso viele Kinder geboren werden, wie jetzt auch. So where's the problem?