• 22. Mai 2012



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Zwei Investoren wollen ehemaliges Militärgelände im Süden Halberstadts neu nutzen


Sonnenkraftwerk und grasende Bisons

22.02.2012 05:23 Uhr |


Von Jörg Endries


Alexander Wesselmann fällt derzeit mit seinen Kollegen auf dem Gelände etwa 1200 Bäume, damit anschließend das Areal auf Kampfmittel untersucht werden kann.

Alexander Wesselmann fällt derzeit mit seinen Kollegen auf dem Gelände etwa 1200 Bäume, damit anschließend das Areal auf Kampfmittel untersucht werden kann. | Foto: Jörg Endries Alexander Wesselmann fällt derzeit mit seinen Kollegen auf dem Gelände etwa 1200 Bäume, damit anschließend das Areal auf Kampfmittel untersucht werden kann. | Foto: Jörg Endries

Erst Tabu-Zone, dann zwei Jahrzehnte verwaist, fällt heute der offizielle Startschuss für eine neue Nutzung des ehemaligen Militärgeländes im Süden der Kreisstadt. Auf dem fast 300 Hektar umfassenden Areal, das zum großen Teil unter Landschaftsschutz steht, entstehen ein Sonnenkraftwerk und ein Wildpark.

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Halberstadt l 100 Jahre tummelte sich das Militär zwischen Klus- und Thekenbergen. Anfangs des Kaisers Truppen, dann die Wehrmacht, die Sowjetarmee und die Grenztruppen der DDR. Als das russische Militär seine Koffer packte, wurde es still um das landschaftlich attraktive Gelände. Die Natur konnte sich erholen. Zwei Investoren wollen es jetzt aus dem Dornröschenschlaf wecken. Der eine errichtet ein Sonnenkraftwerk, der andere einen Wildpark.

Den Anfang macht die juwi Holding AG, die einen 38,75 Hektar großen Photovoltaik-Park mit einer Leistung von 19,5 Millionen Kilowattstunden außerhalb des Landschaftsschutzgebietes errichtet. "Sauberer" Strom, der eine Kohlendioxideinsparung von etwa 13 600 Tonnen pro Jahr bringt und mit dem mehr als 5700 Haushalte beziehungsweise 20 000 Personen ein Jahr lang versorgt werden können. Der Strom wird ins Netz der Halberstadtwerke eingespeist.

Das Sonnenkraftwerk entsteht an der Friedrich-List-Straße, wo einst das russische Militär exerzierte und wohnte. Obwohl erst heute offizieller Baustart ist, singen dort bereits seit einigen Tagen die Kettensägen. Etwa 1200 Bäume müssen weichen. Der Investor ist in Zeitdruck, weil die Arbeiten laut Naturschutzgesetz bis 29. Februar abgeschlossen sein müssen.

Für den Verlust wird Ersatz geschaffen, versichert juwi-Projektmanager Timo Brühl. Danach sollen noch vor Baustart ein Rotmilanhorst umgesetzt, Nistkästen für Vögel und Fledermauskästen angebracht werden. Nach Inbetriebnahme der Anlage im Oktober würden eine Streuobstwiese, eine Strauchhecke, ein Trittsteinbiotop sowie Baumersatzpflanzungen folgen.

Bevor auf 2000 Tischen die 85 000 Solarmodule montiert werden, wird das Gelände penibel auf Altlasten untersucht, in diesem Fall auf Kampfmittel. 300 000 Kubikmeter Erdreich wälzen Spezialisten dafür um. Das ist mit Ausgaben in Höhe von fast vier Millionen Euro nicht nur sehr teuer, sondern auch zeitaufwendig. Vier Monate sind dafür eingeplant. Timo Brühl betont: "Bei dem Geld handelt es sich nicht um öffentliche Zuschüsse." Die juwi und der Wildpark-Investor würden sich die Summe teilen.

Guido Schneider vom Projekt "Wilde Weiden" sitzt ebenfalls mit im Investoren-Boot. Er plant auf 240 Hektar einen Wildpark samt Ausflugslokal und Informationszentrum sowie fünf Kilometer Themen-Wanderwege durch den Wildpark zu errichten. Ein Projekt, das nach seinen Worten wissenschaftlich von der Hochschule Harz betreut wird. Noch in diesem Jahr sollen auf einem 55 Hektar umfassenden Eingewöhnungsgehege 17 bis 23 Bisons ausgesetzt werden. Vorgesehen sei, den Tierbestand auf bis zu 250 auszubauen. Die Bisons, deren Fleisch der Wildparkbetreiber vermarkten will, sollen den einmaligen Naturraum mit seltenen Tieren und Pflanzen erhalten. "Ein Ziel, das wir in etwa 60 Monaten erreichen wollen", schaut Guido Schneider in die Zukunft.

Halberstadts Oberbürgermeister Andreas Henke (Die Linke) begrüßt beide Projekte. "Die Stadt Halberstadt setzt auf nachhaltige Tourismuskonzepte und auf erneuerbare Energien. Daher freuen wir uns, dass es uns gelungen ist, beides in den Klusbergen zu verwirklichen."



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Copyright © Volksstimme 2012
Dokument erstellt am 2012-02-22 05:23:39
Letzte Änderung am 2012-02-22 05:23:39


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Was die Überschrift: Reformpädagogik weicht der Gleichschaltung mit dem Artikel zu tun haben soll bleibt vollkommen um Dunkeln. Geht es hier nur drum die Reformpädagogik in ein falsches Licht zu rücken?

von juegoe am 19.05.2012, 11:04 Uhr

Ach du dickes Ei.. das glaub ich ja wohl gar nicht. Indianerfest, Indianerfan - wenn ich das schon lese oder höre kriege ich sonen hals.. ich bin mit einem indianer verheiratet, von daher ist ein teil meiner familie ebenfalls indianer, ich kenne auch viele indianer und deren stimmung, meinung über sowas und - naja die ist nicht die beste - im gegenteil, die sind total angepisst von indianerspielen weißer europäer. Muss ich noch mehr sagen?? Ihr solltet euch mal mit ihnen ernsthaft befassen, welche kennenlernen, mit ihnen reden und vorallem ihnen zuhören und sie verstehen.. warum die stinkesauer sind über solche spielchen und die damit verbundene verballhornung, verniedlichung und zum maskottchenmachen ihres volkes, ihrer kultur usw. durch weiße europäer; die fühlen sich doch total verarscht und lächerlich gemacht. Sorry wenn ich einigen hier den spaß (auf kosten eines noch immer in den usa und kanada existierenden volkes) vermiest habe, das war beabsichtig. Von daher keine entschuldigung aber wie wärs mal mit nachdenken: wie würdet ihr euch fühlen ,wenn andere völker euch in dieser weise missbrauchen- denn das genau ist es was hier passiert.

von AnitaSoltmann am 19.05.2012, 05:49 Uhr

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