Emersleben/Groß Quenstedt (dlo) l Der Halberstädter Ortsteil Emersleben ist nunmehr an das "schnelle" DSL-Breitband-Internet angebunden. Die Deutsche Telekom hat in den vergangenen Monaten das Leitungsnetz mit Glasfaserleitungen sowie zusätzlichen Verteilpunkten ausgebaut. Damit sind nun in dem Halberstädter "Satelliten"-Ortsteil Datenraten von bis zu 16 Megabit pro Sekunde - und teilweise darüber - im Download möglich.

Für die Internet-Nutzer aus Emersleben kommt das gewissermaßen einem Quantensprung gleich. Da sie bislang via Kupferkabel an die weit entfernte Vermittlungsstelle in Schwanebeck angebunden sind, wurde der Datendurchsatz entsprechend stark gedämpft. Mit einem für die Emersleber frustrierenden Resultat: DSL war praktisch nicht möglich. Was Vize-Ortsbürgermeister Volker Jakob bestätigt: "Ich bin via Modem und mit 50 Kilobit pro Sekunde ins Internet gegangen."

5300 Meter Glasfaserleitung gänzlich verlegt

Im Zuge des staatlich geförderten Ausbaus wurden jetzt nach Angaben des Harzer DSL-Breitband-Ausbau-Managers Hans-Martin Schulze knapp 5 300 Meter Glasfaserkabel von Schwanebeck bis Emersleben neu verlegt. Zugleich wurden in Emersleben zwei Umsetzpunkte aufgestellt und verkabelt. In diesen Schalteinheiten wird das optische Signal umgewandelt, um anschließend auf der sogenannten "letzten Meile" über Kupferkabel die eigentlichen Haushalte anzuschließen.

Die Gesamtinvestition beziffert Schulze auf rund 155 000 Euro. Die sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke, die die öffentliche Hand kompensierte, lag nach Angaben von Stadtsprecherin Ute Huch bei rund 80 000 Euro. Das Land habe rund 70 000 Euro bereitgestellt, der Eigenanteil der Stadt habe bei rund 10 000 Euro gelegen.

Für das damit praktisch parallel zum bestehenden Telefonnetz neu verlegte schnelle Datennetz hatten sich nach Schulzes Angaben in der Planungsphase 90 Einwohner aus Emersleben interessiert. Mittlerweile sei die Zahl der Interessenten noch gestiegen. Die Telekom will die DSL-Aufträge nun schrittweise realisieren.