Die Osterwiecker Heimatstube wird bald im Internet zu sehen sein. Daran arbeitet derzeit die Archäologin Alexandra Südekum. Außerdem wurde eine neue Dauerausstellung über Luther und die Reformation eingerichtet, die auch die 1000. Museumsbesucherin bestaunte.

Osterwieck l Das Heimatmuseum der Stadt Osterwieck lockt derzeit mit einem modernen Rätsel junges Publikum in seine Räume. "Mittels QR-Code und Handys können Fragen zu unsrere Ausstellung im Internet beantwortet werden", berichtet die Museumsleiterin Christine Krebs.

Verantwortlich für dieses Spiel ist Alexandra Südekum aus Osterwieck. Die 28-Jährige studierte in Halle Archäologie und ist für mindestens sechs Monate durch die Gemeinde in der Heimatstube angestellt. "Für das Projekt "museum-digital", bei dem sich alle Museen Sachsen-Anhalts beteiligen, fotografiere und katalogisiere ich die Exponate des Museum", berichtete Alexandra Südekum. Ziel dieser Arbeit ist es, die Informationen aller Museen zentral und für die Nutzer kostenfrei zu sammeln und so zum Beispiel Studenten und Fachleuten für ihre Arbeiten zur Verfügung zu stellen. "Über die Fortschritte meiner Arbeiten blogge ich auf der Internetseite von ¿museum-digital\'", teilt die Archäologin mit.

Ihre Arbeiten sind nicht die einzigen Neuerungen in dem Osterwiecker Museum: "Wir haben eine neue Dauerausstellung über Martin Luther und die Reformation in unserer Stadt eingerichtet", sagt Christine Krebs. Gerade zur Epochen-Fest-Woche bestaunten zahlreiche Besucher die Exponate. "Wir konnten kürzlich die 1000. Besucherin begrüßen", teilt Christin Krebs mit. Irmtraud Wepal erhielt als Auszeichnung eine Ausgabe des Neuen Testaments und eine Plakette.

Ausgestellt wird zur Zeit die "Lutherakte", die den Schriftverkehr von Andreas Friedrich Luther umfasst. Dieser war von 1752 bis 1773 Pastor in Osterwieck. "Er war entweder der Ururenkel oder ein Neffe Martin Luthers, das muss noch erforscht werden", so die Museumsleiterin.

Weitere Informationen unter: www.museum-digital.de

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