Der große Festumzug zum 150. Geburtstag der Calvörder Feuerwehr hat eine bunte Mischung von historischen und modernen Bildern ergeben. Mehr als 150 Calvörder und Freunde aus der Region haben sich am Umzug beteiligt.

Calvörde l Auf dem Sattel seines Motorrades der Marke EMW vom Baujahr 1954 und in alter Feuerwehruniform führte Günter Baake als eine Art Straßensicherheitsinspektor den Festumzug durch die Geschichte der Brandschützer an.

Es folgten die gastgebenden Feuerwehrleute und Mitglieder des ortsansässigen Feuerwehrvereins sowie Flechtingens Verbandsgemeindebürgermeister Jürgen Wille (parteilos) und Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU), die im Rhythmus der Musik der Flechtinger Schalmeienkapelle Schritt hielten. Der Einladung ihrer Kameraden waren Brandschützer aus Wegenstedt, Etingen, Velsdorf, Mannhausen, Klüden und Flechtingen gefolgt. Mit einem dreifachen "Gut Schuss" schloss sich auch das Schützenvolk aus dem benachbarten Velsdorf an.

Calvördes Wehrleiter Andreas Wolter begrüßte die zahlreichen Gäste. Wolter hob die sehr gute Zusammenarbeit der Vereinen untereinander hervor. "CKC olé", schallte es aus den Reihen der Narren des Calvörder Karnevalclubs, die nicht nur ihren Elferrat und ihre hübschen Tanzmariechen, sondern auch Schotten des Männerballetts mit Röcken und weißen Kniestrümpfen und andere lustige Gestalten zu bieten hatten. Mit beim Umzug dabei waren auch die Bogenschützen der neuen Abteilung der Sportgemeinschaft und einige Mitglieder des Heimatvereins.

Friedhelm Müller, der Vorsitzende der Ortsgruppe des Angelvereins, saß am Lenker eines Traktors der Marke Primus aus dem Baujahr 1940. "Den Traktor hat mein Bruder Rolf Müller auf Vordermann gebracht", erklärte der Angelchef, der Fischernetze und andere Utensilien auf seinem Anhänger hatte. Ein ungewöhnliches Bild bot der Verein der Calvörder Wassersportler, die unter dem Motto "Wir sitzen alle in einem Boot" sich per Traktor mit ihrem Sportkahn durch die Straßen ziehen ließen.

An die Anfänge des Brandschutzes erinnerte die alte Feuerwehrspritze aus dem Jahr 1884, die die Etinger Feuerwehr mitgebracht hatte. An Bord saßen Paul Lüer, Ralf Still, Andreas Kranz und Marcel Schülke, während Lutz Barnieck und Sohn Florian das Gefährt zu Fuß begleiteten. In der Kolonne fuhren Feuerwehrfahrzeuge der verschiedensten Marken, angefangen von einem feuerroten Barkas aus DDR-Zeiten bis zu modernster Lösch- und Einsatztechnik.

Zum ersten Mal bei einem Festumzug im Feuerwehrauto dabei war der fast zweijährige Otto, der Enkel des Feuerwehrmannes Manfred Eggeling aus Mannhausen. Zahlreiche Passanten winkten den Mitwirkenden des Umzuges zu.

Nach dem Umzug zeigten die Brandschützer nicht nur, wie ihre neue Technik funktioniert, sondern auch wie ihre Urgroßväter und Großväter Brände löschten. Großen Spaß hatten alle Mannschaften, die bei Wettbewerben, wie Gummistiefelweitwurf, um Punkte kämpften. Es siegten nach haarsträubenden Aktionen die Männer des Calvörder Karnevalclubs. Jubelnd nahmen die Titanen der Wettkampfbahn den Wanderpokal entgegen.

   

Bilder