Von Carina Bosse

Belsdorf l Mit Stolz blicken die Mitglieder des Heimatvereins Grün-Belsdorf auf das, was sie im zurückliegenden Jahr in ihrer Heimatstube schaffen konnten. Der Raum, der in Belsdorf in einem Gebäude mit der kleinen Kirche liegt und ehemals als Schule für die Belsdorfer Kinder diente, enthält die ersten zeitgeschichtlichen Schätze aus Belsdorfs Chronik.Alte Schränke, Haushalts- und Landwirtschaftsgerätschaften, historische Bekleidung, Fotos, Schriftstücke und Urkunden zeugen von Belsdorfs ländlicher und landwirtschaftlich geprägter Vergangenheit.

"Ich hätte nie gedacht, dass wir so viele Dinge von den Belsdorfern erhalten. Viele haben uns ihre Schätze überlassen", sagt Waltraud Herrmanns, die Vorsitzende der Belsdorfer Heimatfreunde. Viele alte Fotos stehen dem Verein als historiches Zeugnis zur Verfügung. Dorffeste, Hochzeiten oder Schnappschüsse von Ortsansichten gehören dazu. Sogar eine alte Hochzeits-Zeitung wurde den Heimatfreunden überlassen. Wo bekannt, wurden Namen, Daten und Orte hinzugefügt. Die Leute nach der Vergangenheit befragen und ihnen alte Geschichten entlocken, bleibt ein ständiges Anliegen des Heimatvereins.

Eine dicke Ortschronik von Anfang des 20. Jahrhunderts gehört zu diesen Schätzen. Sie ist keinesfalls vollständig, wohl aber ein wichtiger Grundstock für die zukünftige Arbeit der "Grün-Belsdorfer". Denn sie enthält wichtige Hinweise zur Gestaltung zeitgeschichtlicher Rahmen.

"Zum Tag des offenen Denkmals im September wollen wir unsere Heimatstube in jedem Fall für interessierte Besucher öffnen", nennt die Vereinsvorsitzende ein Ziel für das Jahr 2014. Bis dahin müsse aber noch Einiges erledigt werden. Spezielle Schauvitrinen, Schauregale und Wandpräsenter sollen für die Ausstellung noch angeschafft werden. Eine große Herausforderung für einen so kleinen Verein wie den in Belsdorf. Deshalb sind seine Mitglieder auch dankbar für jede finanzielle oder materielle Unterstützung, die sie bekommen können.