Landkreis Börde l Die Zahl der Arbeitslosen war im Landkreis Börde zum Ende des vergangenen Jahres deutlich niedriger als noch vor einem Jahr. 8,1 Prozent der Einwohner zwischen Oschersleben und Wolmirstedt waren ohne eine feste Arbeitsstelle. Im Dezember 2012 waren es noch 8,7 Prozent.

Insgesamt wies der Trend im Bereich der Arbeitsagentur Magdeburg, zu der neben der Landeshauptstadt und der Börde auch das Jerichower Land zählt, eine leichte Zunahme im Vergleich zum Vormonat auf. "Es handelt sich insgesamt um einen saisonüblichen Verlauf. Es zeigen sich derzeit die typischen Verlaufsmuster für den Winter. Die Nachfrage nach Arbeitskräften und die Anzahl der Einstellungen lassen nach", erklärt Heike Jauch, Geschäftsführerin Operativ der Magdeburger Arbeitsagentur. Im Gegenzug würden Arbeitgeber aber auch an ihren Fachkräften festhalten, stellt Jauch fest. Dass es im Vergleich zum Dezember 2012 einen niedrigeren Zugang an Arbeitslosen gegeben habe, sei auch dem für die Jahreszeit ungewöhnlich milden Wetter geschuldet, so Heike Jauch weiter.

Dennoch sei es auffällig, dass deutlich mehr Männer als Frauen im Dezember arbeitslos geworden sind. Aber auch dieser Anstieg sei, so Jauch, typisch für den Winter, da von Männern dominierte Branchen wie etwa der Bau besonders betroffen seien.

Innerhalb des Landkreises Börde stellt sich die Arbeitsmarktsituation erneut sehr unterschiedlich dar. Während Wolmirstedt mit 6,4 und Haldensleben mit 7,1 weiterhin die geringsten Quoten im gesamten Agenturbereich aufweisen können, hat Oschersleben mit 11,9 Prozent ein weiteres Mal die rote Laterne. Im Agenturbezirk Wanzleben waren im Dezember 8,4 Prozent der Menschen arbeitslos.

Nach wie vor sind die Arbeitslosen über 50 Jahre mit einem Anteil von 36 Prozent am stärksten von der Arbeitslosigkeit betroffen. Laut Arbeitsmarktbericht kamen die meisten Stellenangebote im Dezember übrigens aus dem Dienstleistungssektor, gefolgt von dem Gesundheits- und Sozialwesen, dem Handel und dem verarbeitenden Gewerbe.