Zu einem Abenteuer der besonderen Art hatten die Brandschützer der Mannhäuser Feuerwehr zum 19. Mal eingeladen. Bei frühlingshaften Temperaturen stellten sich 187 Mannhäuser und Gäste den ungewöhnlichen Geschicklichkeitsspielen und dem Wissenstest.

Mannhausen/Piplockenburg l 151 Erwachsene und 36 Kinder kamen in den Mannhäuser Saal, um sich bei Feuerwehrfrau Reinhilde Lüdecke für den Winter-Drömlings-Marsch anzumelden. Mit dem Blick auf die 23 Gruppen der Starterliste stellte sie fest: "Wir haben wieder viele originelle Namen". Die "Sperlings-Luser", die "Gelben Gummi-Enten", die "Drei Knall-Erbsen" und die "Säulen-Mafia" nahmen die Herausforderungen an.

Ausgerüstet mit Rucksäcken und Bollerwagen ging es über matschige Wege von Station zu Station durch das Land der tausend Gräben. Mannhausens Ortsteilbeauftragter Manfred Eggeling und sein Team hatten sich einige Spiele ausgedacht. Da mussten die Teilnehmer zum Beispiel an einem Trainingsmelkbock Milch aus der Kuh bekommen und exakt Kronkorken abwiegen.

Aufgeteilt in Mannschaften kam es bei der Tour darauf an, möglichst viele Punkte zu sammeln. Wer den Pokal gewinnen wollte, musste geschickt und schlau sein. Bei der Beantwortung der Fragen half sich so mancher mit Tricks. Wanderer suchten per Handy im Internet nach den Lösungen. Aber das nutzte alles nichts, denn auch Insiderwissen war gefragt. Nur Einheimische konnten zum Beispiel wissen, dass das Denkmal in Form einer eichenlaubumwundenen Säule für die Gefallenen des deutsch-französisches Krieges errichtet worden war. Bei einer anderen Frage galt es zu wissen, was ein französischer Stecher ist. Dieser Stecher ist nicht etwa ein Casanova, sondern eine Abzugsmechanik eines Jagdgewehrs, die in Frankreich entwickelt wurde. Ein wahrer Experte in Sachen Waffentechnik ist Franz Stöhr, Vorsitzender des Velsdorfer Schützenvereins. Außerdem galt es, witzige Denk- und Rechenaufgaben zu lösen.

Der harte Kern der Teilnehmer stammte natürlich aus Mannhausen. Aber auch Gäste aus Velsdorf, Calvörde, Mieste, Altenhausen, Böddensell, Kathendorf, Süplingen, Haldensleben, Hörsingen, Dorst und Jeseritz gingen unerschrocken auf die Tour, die entlang des Sachauer Dammes über den Allergraben nach Piplockenburg führte. Unterwegs gab es Gegrilltes und Glühwein, um die Lebensgeister wachzurütteln.

Seit Anfang der 90er Jahre beteiligen sich auch die Familien Sy, Krause, Hevekerl, Kaps und Ott gemeinsam an den Touren. Aber auch die "Mannhäuser Mietzen" sind traditionell dabei. Frauke Salomon aus Mannhausen hatte zum ersten Mal die Familie ihres Freundes Sebastian Elosge samt dem Team "Bahnsteig Nummer 1" aus Haldensleben zur Wanderung mitgebracht.

Spannend wurde es bei der Verkündigung der Sieger im Saal der Gaststätte. Anerkennende Worte gab es für die ältesten Teilnehmer. Das waren Gisela Trüe mit 78 und Herbert Kühne mit 79 Jahren. "Den weitesten Weg hat Daniela aus Pleven in Bulgarien zurückgelegt. Dafür gibt es einen Sonderapplaus!", verkündete Mannhausens Wehrleiter Kevin Quatz.

Den Wanderpokal und eine Flasche Sekt gewann die Mannschaft aus Altenhausen und Süplingen. Das Mannhäuser Team die "Elfer" holte sich den zweiten Platz und wurde mit einer Sektflasche belohnt. Es folgte in der Wertung die heimische Gruppe "Mit Otze". Doch warum "Mit Otze"? "Unser Freund Otze war in den vergangenen Jahren nicht dabei, weil er immer eine Station betreute. Damals nannte sich die Mannschaft ,ohne Otze\'", hieß es. Und mit Otze holte sich die Mannschaft den dritten Platz und eine Flasche Sekt.

"Die Wanderung war trotz des miesen Wetters ein Erfolg", freute sich Quatz und bedankte sich bei seinen Kameraden, den Helfern und allen Beteiligten.

 

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