Die Schackensleber Prokonhalle wird verlängert. Dank eines Fördermittelbescheids kann die Gemeinde einen Anbau realisieren. Ein stolzer Eigenanteil der Gemeinde von 56000 Euro bleibt.

Schackensleben l Die 2012 umgebaute Prokonhalle hat sich im ersten Jahr als beliebter multifunktionaler Veranstaltungsort etabliert. Rassekatzen-, Rassegeflügel- und Brieftaubenschauen, der Frühlingsmarkt der Landfrauen, die "Tour de Börde" machten Station in Schackensleben. Tanz- und Festveranstaltungen des Dorfes und der Gemeinde sowie Privatfeiern ergänzen die nach wie vor mögliche Nutzung der früheren Sporthalle durch Sportvereine.

Doch es gab ein Problem. Die vom Namensgeber der Halle gesponserten Tische und Stühle für 200 Personen mussten je nach Nutzung aus der 50 Meter entfernten - leer stehenden - Schule per Hand ein- und ausgeräumt werden. Ein enormer Zeit-, Technik- und Arbeitsaufwand für die Gemeindearbeiter.

Anbau erstreckt sich über die komplette Giebelseite

"So schön die vielseitige Nutzung der Halle auch ist, sie hat die Gemeindearbeiter doch sehr gebunden. Und im Dorf gibt es viel für Gemeindearbeiter zu tun", unterstrich Ortsbürgermeister Ernst Daenecke.

Der von der Gemeindeverwaltung kalkulierte Arbeitsaufwand für ein Mal Ein- und Ausräumen beträgt 363 Euro. Zuletzt hatte die Gemeinde eine - diesen Aufwand zumindest teilweise deckende - Pauschalgebühr von 100 Euro (zusätzlich zu der Nutzungsgebühr von 100 Euro) aber abgelehnt. Zu hohe Gebühren könnten gewollte Nutzer abschrecken.

Eine Entschärfung des Lager- und Umräum-Dilemmas ist nun in Sicht. Für insgesamt 124000 Euro soll die Halle um einen 4,50 Meter tiefen Lager-Anbau auf voller Breite des südöstlichen Hallengiebels verlängert werden. Das Land unterstützt das Vorhaben mit 68000 Euro aus dem Förderprogramm der Dorferneuerung.

Neben Unterstellmöglichkeiten für Stühle und Tische sind im Anbau kleine Lagerräume für Sportgeräte und andere Materialien der Schackensleber Vereine vorgesehen. Eine große Flügeltür in die Halle und ins Freie ermöglichen einen schnellen und praktischen Transport der eingelagerten Gegenstände.

"Der Förderbescheid freut uns natürlich sehr", betonte Ortsbürgermeister Danecke, "auch wenn wir damit nicht alles realisieren können, um einen ersten dicken Strich unter die Neugestaltung dieses Bereiches am Olvezentrum machen zu können."

Nicht alle Wünsche gehen bisher in Erfüllung

Denn: Im Förderbescheid - wie auch im Förderantrag - nicht enthalten ist die ursprünglich von der Ortschaft Schackensleben gewünschte Verschönerung der Außenflächen zwischen Prokonhalle und dem Vereinshaus der Geflügelzüchter (früherer Schulspeiseraum). Geplant war dort die Schaffung von Ruhezonen mit Sitzbänken, Vogelvolieren und naturnahen Spielmöglichkeiten. Für Kinder, Eltern und die ältere Generation sollte ein grüner Begegnungsort - mit Naturmaterialien und Blumenwiesen entstehen. Auch eine Umzäunung des Olvezentrums - mit Prokonhalle, Vereinshaus und der alten Schule - muss verschoben werden. Der Schackensleber Ortsbürger will dennoch gemeinsam mit der Verwaltung das Gespräch mit der Förderbehörde suchen, um vielleicht doch noch mehr bewegen zu können. "Wenn es gelingt, diesen Bereich komplett anzufassen und abzuschließen, hätten wir viel erreicht. Wir könnten uns dann entschlossen um die Zukunft der leer stehenden Schule kümmern. Das wäre der nächste große Schritt auf dem Weg zum neuen Olvezentrum Schackensleben", bekräftigte Daenecke.