Schackensleben l Obwohl die Mitglieder der Reisevereinigung Haldensleben mit ihren Tauben bereits Ende September die jüngste Flugsaison beendet haben, wurde unter die Saison 2013 erst am vergangenen Wochenende der Schlussstrich gezogen. Die leistungsstärksten Tauben standen hier noch einmal zur Schau, um den Preisrichtern ihre Schönheit zu präsentieren.

Jürgen Wnendt aus Magdeburg und Werner Jasper aus Schermcke hatten, noch bevor die Schau der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, gemeinsam mit ihren Schreibern Klaus-Dieter Kuno und Reinhard Tokarski reichlich zu tun.

152 Tauben von 23 Ausstellern hatten sie zu begutachten. Dabei spielte das Gesamtbild des Tieres ebenso eine Rolle wie der Körperbau, die Muskulatur oder die Flügel im Speziellen.

Die Tauben präsentierten sich in vier Klassen. "Es gibt die Leistungsklasse der alten Männchen und Weibchen, die Leistungsklasse der Jährigen, die Leistungsklasse über zwei Jahre und die Sonderklasse, in der die Lebensleistung von Bedeutung ist", erklärte Ausstellungsleiter Willi Hermecke.

Nach seiner Aussage würden die Tauben mit zwei bis drei Jahren die besten Leistungen bringen, es gibt aber auch einige Ausnahmetiere, die dann in der Sonderklasse präsentiert werden. So hat beispielsweise Wilfried Jordan ein achtjähriges Weibchen vorgestellt, dass während seines Lebens bei den Wettflügen 23595 Kilometer zurückgelegt hat und dabei 72 Preise eingeholt hat. Einen Preis gibt es bei einem Flug nur für die ersten 33 Prozent, die im heimischen Schlag einkehren.

Im vergangenen Reisejahr hatten die 80 aktiven der insgesamt 96 Mitglieder der Reisevereinigung Haldensleben die Möglichkeit, ihre alten Tauben bei elf Flügen zwischen 200 und 600 Kilometern starten zu lassen, die Jungtauben hatten fünf Flüge zwischen 100 und 300 Kilometern.

Alle Flüge wurden in östlicher Richtung vom heimischen Schlag gestartet. Die maximale Kilometerleistung, die eine Taube im Reisejahr erreicht hat, lag bei 3909 Kilometern.