Den Arbeits- und Dienstplan für 2014 besprachen zur Jahreshauptversammlung die Emdener Feuerwehrleute. Sie blickten aber auch noch einmal zurück auf das vergangene Jahr mit fünf Einsätzen und zahlreichen gesellschaftliche Aktivitäten.

Emden l Fünf Einsätze, davon zwei beim Juni-Hochwasser des vergangenen Jahres, stehen in der Einsatzstatistik der Freiwilligen Feuerwehr Emden für 2013.

Am 7. und 13. Juni wurden die Emdener alarmiert, um an der Elbe bei Farsleben beziehungsweise Wolmirstedt Unterstützung zu leisten. Einmal von 14 bis 23.45 Uhr wurden Sandsäcke gefüllt, beim zweiten Mal waren die Emdener von 7 bis 18.30 Uhr im Hochwassergebiet, um Anwohner zu evakuieren, Dämme zu kontrollieren, die Löschbereitschaft für den Hubschrauber zu sichern und Bigpacks zu füllen.

Alle sieben Kameraden, die mit gegen das Hochwasser kämpften, wurden zur Jahreshauptversammlung am Freitag mit einer Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhal gewürdigt.

Per Handy wurden die Emdener Feuerwehrleute zum dritten Einsatz des Jahres gerufen, einem Brand am Sportplatz. Der stellte sich allerdings glücklicherweise als Einsatzübung heraus, bei der es galt, eine Wegestrecke aufzubauen. Die junge Truppe der Emdener Feuerwehr meisterte diese Aufgabe sehr gut.

Gleich zwei Tage im August waren die Einsatzkräfte am 16. und 17. August als Brandsicherheitswache beim Festival "Krach am Bach" in Alarmbereitschaft. Es galt, einige Blessuren wie Nasenbeinbruch, Kopf- und Handverletzungen zu lindern. Aufgrund der stetig steigenden Größe des Festivals, so resümierte es Wehrleiter Christian Falke im Gerätehaus, müsse für künftige Veranstaltungen dieser Art über ein erweitertes Sicherheitskonzept seitens der Veranstalter nachgedacht werden.

Zum einzigen Brand des Jahres 2013 rückten die Feuerwehrmänner und -frauen am 15. September aus, als ein Flächenbrand an der Altenhäuser Straße gemeldet wurde. Wegen giftiger Abfälle wurde die Fläche unter Atemschutz und mit Schaum erstickt statt mit Wasser gelöscht. Zwölf Einsatzkräfte waren bei dem Brand dabei, dazu Verbandsgemeindewehrleiter Friedbert Kloß, der mit der Wärmebildkamera zum Einsatz geeilt war.

Neben den Einsätzen zum Schutz von Bürgern und Sachwerten hat sich die Emdener Feuerwehr in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe im gesellschaftlichen Leben des Dorfes gemausert.

Das 80-jährige Bestehen der Brandschutztruppe wurde mit dem Traditionswettkampf gekrönt. "Hoch anzurechnen" sei den Aktiven dabei, dass sowohl die Frauen als auch die Männer und die Jugend jeweils mit dem 1. Platz belohnt wurden, würdigte Christian Falke.

Beim Maifeuer am 30. April konnte dank der Agrargenossenschaft Emden und dem Kameraden Alexander Bierwisch bestens gefeiert werden.

Der Abschnittswettkampf des alten Bereiches Erxleben in Ivenrode wurde erstmals in der Geschichte mit einer Frauenmannschaft besucht, die gleich auf dem zweiten Platz landete, ebenso wie die Jugendlichen. Die Männer hatten Pech und das Nachsehen.

Besser lief es für sie beim Nachtpokal der Altenhäuser Feuerwehr am 28. Juni. Mit alter Tragkraftspritze kamen sie auf den 2. Platz unter elf Mannschaften aus neun Orten. Die Frauen wurden 7. "Wir haben uns vorgenommen, in diesem Jahr den Pokal zu holen", gab sich der Wehrleiter kämpferisch.

Über viele Besucher konnte sich die Feuerwehr zu ihrem ersten Tag der offenen Tür im September freuen. Mit Vorführungen der Bebertaler Feuerwehr, einer Technikausstellung und zahlreichen anderen Angeboten lockten die Brandschützer zahlreiche Emdener und Besucher aus umliegenden Orten an.

Im Oktober waren die Feuerwehrleute dann zu Gast bei der Volkssolidarität, um eine Präsentation über die Arbeit der Feuerwehr vorzustellen. Diese Erläuterungen waren so erfolgreich, dass die Emdener Senioren-Ortsgruppe gleich noch eine Einladung für dieses Jahr aussprach.