Sieben "Verborgene Schätze an der Straße der Romanik" schlummern in der Hohen Börde. Sie gehören zu 46 Erlebnis- stationen der gleichnamigen Studie, die fünf Lokale Aktionsgruppen beauftragt hatten. Im Frühjahr soll das Projekt offiziell vorgestellt werden.

HoheBörde l Ein Jahr nach der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages für die Studie "Verborgene Schätze an der Straße der Romanik" durch fünf Lokale Aktionsgruppe liegt nun der Entwurf der Hochglanzbroschüre vor. Die fünf Aktionsgruppen (siehe Kasten) erstrecken sich vom Elbestrand bis ins Harzvorland.

46 Erlebnisstationen als neue Anker für neugierige Touristen

Ihr gemeinsames Ziel war es, mit der geplanten Studie Geschichten, Scha¨tze und Sehenswu¨rdigkeiten zwischen den offiziellen Stationen der "Straße der Romanik" bekannt zu machen. Neue Erlebnispunkte auf jeder Etappe der offiziellen Route sollten beschrieben und touristisch vermarktet werden. Die Autoren der Studie haben gemeinsam mit Akteuren vor Ort die Geschichte und Geschichten rund um die 46 Erlebnisstationen ausgegraben, ihre historischen Wurzeln ergründet, ihre Entwicklung, Bedeutung und Besonderheiten beschrieben und daraus neue Ansätze und Marketingsstrategien für die weitere touristische Erschließung dieses Kernlandes deutscher Geschichte herausgearbeitet.

Neben historischen Schätzen werden auch neue touristische Anlaufpunkte und Freizeitmagnete vorgestellt. Die Studie soll als Ausgangspunkt für einen fortwährenden Prozess der weiteren touristischen Erschließung zwischen Elbe und Huy dienen, heißt es sinngemäß in der Einleitung.

Die Niederndodeleber Heimatforscherin Ursula E. Duchrow-Buhr gehört zu den an der Studie maßgeblich beteiligten Akteuren aus der federführenden Lokalen Aktionsgruppe "Flechtinger Höhenzug". Ihr Fazit nach einer Vorstellung des Entwurfs lautet: "Damit ist ein ganz großer Wurf gelungen. Diese interessante und ansprechende Dokumentation über bekanntere und weniger bekannte touristische Kleinodien wird dieser geschichtsträchtigen Region vollauf gerecht."

Fresken, Drachentöter, Engel wecken die Entdeckerlust

Aus der Hohen Börde werden sieben Attraktionen in dem 140 Seiten starken Werk beschrieben: Bebertal mit seinem Taufengel in der Tauf- und Radfahrerkirche St. Godebert und das Nordgermersleber Ökobad in Verbindung mit dem Pfad der Sinne und der Holunderplantage "Elfenwiese" in Brumby. Die Rottmersleber Jakobuskirche mit ihrer Meditationsgruft und Wasserspielen und die Ackendorfer Bonifatiuskirche mit ihren mittelalterlichen Fresken über den Drachentöter Georg haben ebenso den Sprung auf die Erlebnistour geschafft, wie auch die Kulturkirche Hermsdorf und die Autobahnkirche Hohenwarsleben. Das Niederndodeleber Holunderkontor als erstes Dokumentationszentrum über Kultur, Küche und Geschichte des Holunders sowie als Wiege und Ausgangspunkt für das Holunderradwegenetz quer durch die Hohe Börde ist die siebte erwähnte Station in der Studie.