HoheBörde/LandkreisBörde l Die Zukunft der Gewerbegebiete in der Hohen Börde stehen im Fokus einer Studie über die zukünftige Gesamtentwicklung der gewerblich-industriellen Gebiete des Landkreises Börde im Umfeld der Landeshauptstadt Magdeburg.

Analyse der Standortfaktoren

Neben der Hohen Börde mit dem Ansiedlungsschwerpunkt im Elbepark-Dreieck Irxleben-Hermsdorf-Hohenwarsleben werden auch die Gewerbe- gebiete in der Verbandsgemeinde Elbe-Heide, in den Einheitsgemeinden Barleben und Sülzetal sowie in der Stadt Oschersleben untersucht.

Das federführende Team um den Hallenser Wissenschaftler Wolfgang Bock wird das Zukunftskonzept gemeinsam mit den für Wirtschaftsförderung zuständigen Akteuren in diesen Gemeinden und dem Fachdienst Wirtschaft des Landkreises Börde erarbeiten. Ein weiterer Partner ist die für Raumordnung zuständige Regionale Planungsgemeinschaft Magdeburg.

Die Investitionsbank Sachsen-Anhalt finanziert das Projekt mit Mitteln des Förderfonds "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" im Rahmen des sogenannten "Regionalbudgets".

Grundlage der Studie ist eine Analyse der gegenwärtigen Situation in den fünf Kommunen. Untersucht werden unter anderem die Eigentumsverhältnisse, die infrastrukturelle Erschließung und Anbindung an Verkehrswege, die Nutzungsstruktur, der Branchenmix und die Flächenauslastung.

Gemeinsame Strategien finden

Diese Faktoren werden in Verbindung mit künftigen Rahmenbedingungen wie dem demografischen Wandel, der sich abzeichnenden Fachkräfte- situation und den sich verändernden Förderbedingungen von Europäischer Union, Bund und Land gebracht.

Ziel der Studie sind laut Angaben von Wolfgang Bock die Empfehlung von Handlungsstrategien für die zukünftige Vermarktung von Gewerbeflächen und möglicherweise gemeinsame Vermarktungsstrategien der Gemeinden. Qualitative Wachstumspotenziale für die betreffenden Gewerbegebiete sollen ermittelt und Möglichkeiten für ein erfolgreiches Zusammenwirken aller fünf Gebietskörperschaften und des Landkreises ausgelotet werden.

Ob dieses Zusammenwirken der Kommunen vor dem Hintergrund der Konkurrenzsituation im Wettbewerb um Investorenansiedlung gelingt, bleibt offen und dürfte eine der großen Herausforderungen dieser Studie werden.