Der Mädchenname Mia ist auf das Siegertreppchen geklettert, während Sophie dort schon seit Jahren thront. Die Aufsteiger des Jahres 2013 sind bei den Jungen Finn, Jonas und Tom.

Haldensleben l 2013 haben Brigitte Schulze und Sabine Herbst, die Standesbeamtinnen der Stadt Haldensleben, 246 Geburten beurkundet. Im Vergleich: 2012 wurden 256 Neugeborene (124 Jungen und 122 Mädchen) registriert. Das waren 2013 zehn Babys weniger als im Vorjahr.

Was Christian und Julia in den Achtzigern waren, sind heute Ben und Mia: Zum dritten Mal in Folge führt das Duo die Liste der beliebtesten Vornamen in Deutschland an. In Haldensleben liegen diese beiden Namen auch voll im Trend. Für Mia entschieden sich jeweils acht und für Ben drei Elternpaare. Der deutschlandweite Spitzenreiter Ben landete in Haldensleben also auf den dritten Platz. Neben Mia führt Sophie schon seit 2009 die Beliebtheitsskala souverän an. Sophie bedeutet Weisheit und ist von griechischer Herkunft.

Aus dem Hebräischen und aus Irland

Mia ist eine Kurzform von Maria. Der Name Maria stammt aus der Bibel, von Mirjam abgeleitet. Wahrscheinliche Bedeutung von Mirjam ist "die Widerspenstige; die Ungezähmte". Andere Deutungsmöglichkeiten kommen aus dem Hebräischen "wohlbeleibt" oder aus dem Ägyptischen "Geliebte". Eine berühmte Namensvertreterin ist die Schweizer Pop-Sängerin Mia Aegerter. Als Schauspielerin ist ihre bekannteste Rolle in der Armeekomödie "Achtung, fertig, Charlie!". Einige Jahre spielte sie in der Serie "Gute Zeiten - Schlechte Zeiten".

Bei den Jungen hat sich im Vergleich zum Vorjahr einiges getan. Neue Spitzenreiter bei den Knaben gibt es punktgleich mit Finn, Jonas und Tom, die jeweils fünf Mal beurkundet wurden.

Der irische Name Finn ist eine Variante von Fionn und bedeutet "blond, weiß, hell". Jonas ist die griechische Form des biblischen Namens Jona. Hebräisch bedeutet jonah die "Taube". Tom ist eine englische Kurzform vom griechischen Thomas und bedeutet Zwillingsbruder. Der US-amerikanische Schauspieler Tom Cruise ist wohl der populärste Namensvertreter.

Vier Jungen haben den Namen Luca bekommen. Luca rutschte als Vorjahressieger auf den zweiten Platz. Wenn diese Knaben auf ihren Beinen stehen, können sie gleichaltrige Mädchen ärgern, die Namen wie Anna, Hanna und Maria tragen. Diese Mädchennamen wurden jeweils vier Mal beurkundet. Jeweils drei Mal nannten frischgebackene Eltern ihre Töchter Amy, Ella, Jasmin, Lina, Lucy und Maja.

Namen erinnern zum Teil an die Großeltern

89 Kinder haben zwei Vornamen bekommen. 13 Mädchen und Jungen schmücken sich mit drei Vornamen. Ein Kind ziert sich gleich mit mehr als drei Vornamen.

Auch traditionelle Namen wie Bärbel, Annegret, Renate, Kurt, Manfred und Lothar wurden 2013 vergeben. Diese Namen sind oft die Vornamen der Großeltern und werden als Zweitname genutzt.

Zu den ungewöhnlichsten Namen zählen wohl bei den Mädchen Marei und Novalee sowie bei den Knaben Joko, Huy und Hamsa. "Bei außergewöhnlichen Namen können wir nachforschen, ob wir als amtliche Behörde diese Vornamen anerkennen dürfen", erklärten Brigitte Schulze, die seit 1983 im Standesamt tätig ist, und Sabine Herbst, die seit Ende 1984 dort arbeitet.

Wenn jemand etwas über die Bedeutung eines Vornamens erfahren will, helfen die Standesbeamtinnen. Für alle künftigen Eltern, die noch nicht wissen, wie sie ihren Nachwuchs nennen wollen, stehen Bücher zum Ausleihen zur Verfügung.

Das Namensfindungsrecht liegt bei den Eltern des Kindes. Nur bei Namen, bei denen das Geschlecht nicht eindeutig ist, raten sie Standesbeamtinnen, einen Zweitnamen zu wählen.