Grenzgeschichten nach dem Fall der Mauer werden gesucht. 25 Jahre nach der Öffnung der deutsch-deutschen Grenze steht das Jahr 2014 noch einmal ganz im Zeichen der Ereignisse von 1989/1990.

Helmstedt/Beendorf/Weferlingen l Der Mauerfall und die innerdeutsche Grenzöffnung im Jahr 1989 jähren sich in diesem Jahr zum 25. Mal. Die Elm-Lappwald-Region wurde nachhaltig von der Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands geprägt.

An der ehemaligen innerdeutschen Grenze und am ehemaligen Grenzübergang Helmstedt-Marienborn als größtem und bedeutendstem Grenzübergang wurde zu Zeiten der deutsch-deutschen Teilung und Wiedervereinigung Geschichte geschrieben. Anlässlich dieses Jubiläums werden bundesweit zahlreiche Veranstaltungen stattfinden.

"Wo lässt sich besser über das Zusammenwachsen Deutschlands nachdenken und feiern als dort, wo die Trennung am stärksten deutlich wurde", sagte Helmstedts Bürgermeister Wittich Schobert im Rahmen einer Zusammenkunft mit Bürgermeistern und Verantwortlichen aus den Kommunen diesseits und jenseits der alten Grenze, die heute lediglich symbolisch Niedersachsen von Sachsen-Anhalt trennt.

Auf Initiative der Stadt Helmstedt wurde eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus den Nachbarkommunen und Partnern aus den benachbarten Landkreisen und Kommunen gegründet, die sich Projekten und Veranstaltungen anlässlich des bevorstehenden Jubiläumsjahres widmet. Mit dabei sind auch Beendorfs Bürgermeister Hagen Friedrichs und der Wirtschaftsförderer von Oebisfelde-Weferlingen, Peter Schorlemmer.

"Höhepunkt wird am Sonntag, 9. November, ein großes Bürgerfest in der Innenstadt von Helmstedt sein", berichtete Wittich Schobert. Die Stadt Helmstedt hat einen Veranstaltungskalender erstellt, in dem vielfältige länderübergreifenden Projekte aufgeführt sind.

Ein Ziel der Arbeitsgruppe wird es sein, den Veranstaltungskalender permanent zu aktualisieren. "Gerne nehmen wir weitere geplante Veranstaltungen darin auf", ruft Anja Kremling-Schulz, zuständige Mitarbeiterin der Stadt Helmstedt für die Jubiläumsfeierlichkeiten, alle Interessierten auf.

Die Stadt sammelt außerdem Fotos, Zeitzeugenberichte und weitere Exponate aus der Zeit der Grenzöffnung in Helmstedt und aus der Region. Durch spontane Begegnungen und viele Beherbergungen sind im November 1989 und danach viele Freundschaften entstanden.

Darunter gibt es vielleicht auch Ehepaare, die sich damals im Trubel der Grenzöffnung kennengelernt haben und demnächst Silberhochzeit feiern. Über Zusendungen von vielen Geschichten, die die Grenzöffnung in der Region hautnah schildern, würden sich die Organisatoren freuen.

Der Veranstaltungskalender steht im Internet unter www.stadt-helmstedt.de sowie auf der Internetseite des Vereins "Grenzenlos - Wege zum Nachbarn" unter www.grenzdenk-maeler.de.