Magdeburg/LandkreisBörde (il) l Ein 21-jähriger Audifahrer aus dem Landkreis Börde hat jetzt so richtig Ärger am Hals: Eine Polizeistreife hatte den Mann am Sonntag gegen 13.30 Uhr in Magdeburg angehalten. Bei der Kontrolle bemerkten die Beamten Alkoholgeruch beim Fahrer und ließen ihn pusten. Der Wert vor Ort: 1,97 Promille. Im Auto lagen noch einige Bierflaschen herum. Als die Beamten den Mann belehrten, er solle bis zur Blutentnahme weder trinken noch rauchen, griff der provokativ zur Bierflasche und setzte zum Trinken an. Als ein Beamter ihn daran hinderte, sprang der 21-Jährige aus dem Auto, baute sich vor dem Polizisten auf, griff sich eine Zigarette und blies dem Beamten Rauch ins Gesicht. Als dessen Kollege den aggressiven Mann am Arm packte, riss der sich los und schlug unvermittelt auf den Polizisten ein. Dem 35-jährigen Polizisten wurde dabei ein Finger gebrochen, außerdem zog er sich einen Bruch des Mittelhandknochens zu, teilte die Polizei am Montag mit. Bei der weiteren Kontrolle des Autos fanden die Beamten auf dem Rücksitz eine griffbereit liegende Schreckschusswaffe, für die der 21-Jährige keine Erlaubnis hatte. Außerdem stellte sich heraus, dass der Mann keinen Führerschein besitzt, das Auto nicht zugelassen ist und die Kennzeichen falsch sind. Gegen den 21-Jährigen sind nun unter anderem Ermittlungsverfahren wegen schwerer Körperverletzung, Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie Fahren unter Alkohol eingeleitet worden. Der verletzte Beamte musste sich einer Operation an der Hand unterziehen.