Wie geht es nach der Grundschule weiter? Fragen rund um einen mög- lichen Gymnasiumsbesuch beantworteten am Sonnabend Schüler, Lehrer und Eltern des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Weferlingen.

Weferlingen l Im Weferlinger Gymnasium stehen einmal im Jahr all jene Schüler im Mittelpunkt, die noch gar nicht Schüler des Gymnasiums sind. Lehrer und Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums informieren einen Vormittag lang über Unterrichtsfächer, Bildungsangebote und das schulische Leben allgemein. Im Hauptgebäude, immerhin schon aus dem Jahr 1903 stammend, standen am Sonnabend Klassenräume und Fach- kabinette für einen Rundgang offen. Die Einladung richtete sich insbesondere an Grundschüler der jetzigen vierten Klassen, aber auch an Sekundarschüler, die zum Schuljahresende einen Schulwechsel auf das Gymnasium erwägen.

Alina Chiara Kastner ist Grundschülerin aus Oebisfelde und besucht derzeit eine Grundschule in ihrem Heimatort. Sie wollte sich am Sonnabend einmal anschauen, wie die Schule so ist und was es dort alles zu entdecken gibt. "Es gefällt mir ganz gut hier", sagte sie nach einem ersten Rundgang durch das Erd- geschoss, wo sich Geschichte, Geographie, Deutsch, Englisch, Französisch und Russisch präsentierten. Alina denkt nicht, dass der tägliche Schulweg nach Weferlingen ihr Schwierigkeiten bereiten wird.

Im Schülercafé wurden Kinder und Eltern von Gymnasiasten bewirtet. Das Schülercafé haben in diesem Schuljahr die Zehntklässler übernommen, nachdem die Abiturienten der 12. Klassen es zum Sommer in ihre Hände gelegt hatten. In einer Gesprächsrunde in der Aula der Schule konnten sich die Besucher aus erster Hand über den Alltag am Gymnasium informieren. Unter der Moderation von Gabi Anders berichteten Jonas und Hanna aus der Klasse 5b sowie Freya aus der Klasse 5a von ihrem Schritt ins Gymnasium. So erzählte Jonas, dass ihm trotz manchmal vieler Hausauf- gaben noch Zeit für Freizeit und Hobby bleibt. Freya hingegen machte vor ihrem Schulwechsel das Neue, Unbekannte einige Sorgen. "Jetzt kenne ich alles", sagte sie. Auch vor schlechteren Noten müsse sich niemand fürchten. Es sei normal, dass man erstmal absacke. Hanna gefällt besonders der Blockunterricht. Immer zwei Stunden pro Tag, also ein Unterrichtsblock, stünde für ein Fach zur Verfügung. So brauche man auch nicht so viele Schulsachen mitzuschleppen und könne sich optimal auf maximal drei Fächer für den nächsten Tag vorbereiten. Gut sei auch, dass so nicht immer alle Hausaufgaben für den nächsten Tag seien, sondern erst zu den nächsten Stunden des jeweiligen Faches.

Von den Lehrern war zu erfahren, dass in den ersten beiden Tagen des neuen Schuljahres die fünften Klassen eine Kennlern-Rallye starten würden. Dabei lernen die Mädchen und Jungen sich untereinander besser kennen, aber auch die Schule und alle dazu gehörigen Gebäude und Einrichtungen. In einem Ortsrundgang könnten die auswärtigen Schüler zudem ihren Schulort näher kennen lernen.

Fragen der Eltern und ihrer Kinder wie nach dem Sport- und Sprachenunterricht, Arbeitsgemeinschaften und Klassengrößen konnten in der lockeren Gesprächsrunde geklärt werden. "Die Kinder brauchen ein bisschen Zeit, um im Gymnasium anzukommen, aber bis zu den Herbstferien haben es die meisten geschafft", erklärte die Mutter von Freya aus ihrem ganz persönlichen Erleben. Auch bleibe wie bisher Zeit für die nachmittäglichen Hobbys der Kinder.

Als besonders beliebt stellte sich einmal mehr die Vorstellung des Biologie- und Chemieunterrichtes heraus. Ältere Schüler zeigten den Besuchern kleine Experimente und ließen die Grundschüler selbst ein bisschen experimentieren. So wurden zum Beispiel Ein- und Zwei-Cent-Stücke in einer Lösung erwärmt und nahmen so einen silbernen Schimmer an.

In Präsentationen stellte die Schüler ihre Schulpartnerschaften mit Schoonhoven in den Niederlanden und Ufa im russischen Baschkortostan vor. Auch über den im vergangenen Jahr eroberten Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", zum Skilager und über den ehrenamtlichen Schul-Förderverein konnten sich die Gäste informieren.

 

Bilder