Viele Bauleistungen gleichzeitig sind zu koordinieren, um den Ausbau des Flechtinger Schulzentrums voranzubringen. Die Modernisierung und energetische Sanierung soll bis November abgeschlossen sein.

Flechtingen l Seit Monaten wird an der jahrelang leerstehenden Hülle der ehemaligen Flechtinger Sekundarschule gearbeitet. Unter energetischen Gesichtspunkten wird das ziemlich desolate Gebäude zum behindertengerechten Flechtinger Schulzentrum um- und ausgebaut.

Die Fenster sind zum großen Teil bereits ausgetauscht, die letzten alten sollen bis zum Ende der Woche ausgebaut sein. Die Heizung im ersten und zweiten Obergeschoss ist bereits erneuert. Sanitär- und Elektroinstallationen sind in Vorbereitung, auch ein Aufzug soll demnächst folgen. Wo er hingebaut werden soll, ist bereits die Grube im Keller vorbereitet.

Praktisch an jeder Ecke des Gebäudes wird gegenwärtig gebaut. Astrid Klein, Mitarbeiterin Hochbau im Bauamt der Verbandsgemeinde Flechtingen, ist Dauergast auf der Baustelle, überwacht und koordiniert gemeinsam mit dem beauftragten Ingenieurbüro aus Haldensleben und den Bauleitern die kommenden Arbeiten. "Wir hängen gegenwärtig ungefähr sechs Wochen unserem Zeitplan hinterher", schätzt die Hochbaufachfrau. Vor allem die Abrissfirma muss aktiv werden, um die nächste Baufreiheit zu schaffen. Doch deren Vertreter fehlte bei der jüngsten Bauberatung.

Trotzdem kommen die Arbeiten voran. Im ersten und zweiten Obergeschoss entstehen Klassenräume und Fachkabinette, dazwischen liegen Unterrichtsvorbereitungsräume, die ab der kommenden Woche noch durch Trockenbauwände voneinander getrennt werden sollen. In jedem Klassenraum sollen ein oder zwei Waschbecken eingerichtet werden, was eine umfassende Neu-Installation der entsprechenden Rohrsysteme erfordert.

Wo früher die Kinder der Theater-AG im Speiseraum immer mal wieder ihre Stücke aufgeführt haben, wird künftig der Aufzug sein. Essenausgabe, Schulspeisung und eine neue Schülerküche werden in den Keller integriert. Auch die Toiletten werden umfassend erneuert. Eine davon wird behindertengerecht eingerichtet.

Der Haupteingang wird einmal dort sein, wo normalerweise die Grundschüler das Haus betreten, allerdings, zeigt Astrid Klein, solle der Eingangsbereich noch barrierefrei abgesenkt werden. Schon ab dem kommenden Schuljahr könnte sich die Investition bezahlt machen, wenn ein Rollstuhlfahrer eingeschult werden soll. Der Bolzplatz zwischen der Schule und der neuen Kindertagesstätte ist inklusive der Fahrradständer gegenwärtig gesperrt. "Leider beobachten wir immer wieder, dass die Baustellenschilder einfach ignoriert werden", so Astrid Klein. Ein Baustellenzaunelement samt Hinweisschildern sei so schon abhanden gekommen. Sie bittet die Jugend eindringlich, sich nicht der Gefahr auszusetzen und den Bolzplatz für die Dauer der Bauarbeiten nicht zu nutzen.

Wenn alles gut läuft, und davon geht Astrid Klein aus, soll im November der Umzug bewerkstelligt werden. Dann muss auch die endgültige Abrechnung erfolgen, denn die Modernisierung wird mit Fördermitteln aus dem STARK III-Programm finanziert.