Haldensleben (az) l "Sightseeing war gestern, Erlebnis-Stadtführung ist heute!": Diesem Motto haben sich die Haldensleber Stadtführer verschrieben. Im Jahr 2013 leiteten sie etwa 40 Touren und sind mit diesem Ergebnis zufrieden. "Es entwickelt sich in eine positive Richtung", fasst Susan Bernt zusammen. Zum Team gehören außerdem Melanie Wilke, sowie Kerstin Weinrich und Yves Rösener. Die letzten beiden treten gern in historischer Gewandung als Gertrud von Haldensleben beziehungs- weise als Haldensleber Roland in Erscheinung.

Alle vier legen Wert auf individuelle Betreuung: "Unser Plus ist unsere Flexibilität. Wir müssen uns nicht nach einem festen Zeitplan richten, sondern orientieren uns am Kunden", verdeutlicht Kerstin Weinrich. Im Vergleich zu Großstädten biete Haldensleben gute Möglichkeiten, jedem Rundgang eine persönliche Note zu verleihen. Dementsprechend gebe es statt Standard-Führungen Touren mit stetig wechselnden Schwerpunkten.

Zwischen ein und drei Stunden Programm sei grundsätzlich alles möglich. Beliebte Stationen seien unter anderem der Bülstringer Torturm, der Turm der St.-Marien-Kirche, die ehemalige Synagoge, das Museum oder das Templerhaus. "Auch die Hünengräber der Umgebung gehören auf Wunsch zum Programm", sagt Kerstin Weinrich. "Die meisten Leute sind erstaunt, was unsere Stadt alles zu bieten hat."

Dabei muss es keineswegs immer um Mittelalter oder Frühgeschichte gehen - auch wenn Großsteingräber, Tortürme oder die weitgehend erhaltene Stadtmauer für Haldens- leben besondere Markenzeichen sind. "Einen Rundgang zum Thema Wendezeit können wir ebenfalls bieten", so Kerstin Weinrich.

Die Wahlmöglichkeiten gehen sogar noch weiter: Für Familientreffen beispielsweise bringen die Stadtführerinnen im Vorfeld Wissenswertes über die jeweiligen Vorfahren und deren Wohnorte zum Vorschein. "Auf diese Weise lerne ich auch selbst immer wieder etwas Neues hinzu", unterstreicht Kerstin Weinrich.

Weitere Anlässe für gebuchte Touren sind unter anderem Geburtstage, Klassentreffen oder Betriebsjubiläen. Die Gruppen umfassen jeweils 4 bis 30 Personen. "Alles, was darüber hinausgeht, teilen wir in zwei Gruppen", erklärt Kerstin Weinrich. Auch für Schulkinder gibt es altersgerechte Angebote.

Als Neuerung für 2014 seien beispielsweise Busreisen mit Start und Ziel in Haldensleben gedacht. "Die Stadt ist zentral gelegen und damit ideal, um von hier aus die Börde zu erkunden", sagt Susan Bernt.

Weitere Informationen über die Haldensleber Stadtführungen und die Möglichkeit zur Buchung gibt es im Wobau Bahnhofcenter unter der Telefonnummer 03904/72 59 95 beziehungsweise im Internet unter der Adresse www.bahnhofcenter-hdl.de.