Hundisburg (il) l Mehr als 100 Wanderfreunde aus nah und fern sind am Sonnabend bei der mittlerweile 8. Hundisburger Grünkohlwanderung an den Start gegangen. Los ging es bei klirrender Kälte, aber tollem Winterwetter am Nachmittag an der Gaststätte "Räuberhöhle". Bewegung tat bei rund Minus 12 Grad Celsius auch gut.

Wer die Hundisburger Grünkohlwanderung kennt, der weiß, dass das Wandern aber nicht allein im Vordergrund steht. Organisatorin Elke Neubauer denkt sich in jedem Jahr immer wieder neue Gaudi-Spiele aus, um die Teilnehmer bei Laune zu halten und sie durchaus auch zu fordern. In diesem Jahr mussten die insgesamt 14 gebildeten Mannschaften vier Spielstationen absolvieren. So mussten die Männer beim Gurkenwettschälen antreten, während die Frauen große Zimmermannsnägel in einen Holzklotz schlagen mussten. "Eine Teilnehmerin schaffte das mit nur acht Schlägen", berichtete Elke Neubauer. Geschicklichkeit war auch an der "Nudelstation" gefragt. Hier mussten Zweierteams Spaghetti in andere Nudeln einfädeln - und zwar nur mit dem Mund. Eine weitere Gaudistation war das "Team-Skifahren". Zu dritt auf den Skiern galt es eine Strecke zurückzulegen.

Bei allem körperlichen Einsatz war auch Gehirnschmalz gefragt. Denn wie in jedem Jahr gab es während der Wanderung auch ein Quiz mit insgesamt 20 Fragen zu lösen. Neben Allgemeinwissen war auch aktuelles Wissen gefragt. So mussten die Teilnehmer unter anderem wissen, welche Tatortkommissare aus Leipzig gerade in den Ruhestand geschickt wurden. Wissen musste man auch, aus wievielen Teilen die Bekleidung der Sotschi-Athleten besteht (69).

Am Ende konnte sich das Team "Olbetaler" aus Hundisburg über den ersten Platz und somit über Eintrittskarten für die Irische Nacht in Hundisburg freuen. Platz zwei erkämpften sich die "Musketiere" aus dem altmärkischen Bismark vor den Volleyballern aus Haldensleben. Dafür gab es Karten für das Friedensfest auf Schloss Hundisburg beziehungsweise einen Geldgutschein.

Drei Stunden lang waren die Männer, Frauen und Kinder unterwegs. Die Wanderung führte unter anderem zum Schloss, durch den Park und zum Steinbruch. Zum Aufwärmen und Auftanken gab es am Steinbruch ein Lagerfeuer sowie Glühwein, Tee und Schmalzstullen. Am Ende der Tour war dann das große Grünkohlessen in der "Räuberhöhle" angesetzt - und alle waren sich einig, dass man sich auch im nächsten Jahr wieder zur Grünkohlwanderung treffen will. Organisatorin Elke Neubauer rechnet jedenfalls schon fest mit der neunten Auflage am letzten Januarwochenende 2015.

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