Haldensleben l Der Stadtrat von Haldensleben hat die ersten Weichen für den geplanten Neubau des Landratsamtes in der Stadt gestellt. Er stimmte der Aufstellung des notwendigen Bebauungsplanes ohne Diskussion zu.

Im Vorfeld der Stadtratssitzung hatte der Bauausschuss das Vorhaben des Landkreises ausführlicher beraten. Dezernent Henning Konrad Otto hatte die Ausschussmitglieder darüber informiert, dass der Landkreis bei der Stadtverwaltung den Antrag gestellt habe, einen Bebauungsplan für den Neubau eines Hauptverwaltungsgebäudes aufzustellen. Der neue Sitz der Kreisverwaltung soll auf dem Freigelände zwischen dem Stendaler Tor und dem Gänseanger entstehen. "Die entsprechenden Flächen gehören dem Landkreis - bis auf einige Kleinstgrundstücke, die sich im Besitz der Stadt befinden. Über den Verkauf dieser Flächen laufen bereits die Verhandlungen", erklärte Otto.

Arbeitskreis erstellt sogenanntes Raumbuch

Insgesamt 13 Millionen Euro will der Landkreis für sein neues Domizil ausgeben. "Im Haushaltsplan für 2014, der bereits beschlossen und genehmigt ist, sind erste Mittel für den Planungsverlauf eingestellt", sagte Uwe Baumgart, Pressesprecher der Kreisverwaltung. Eine extra gegründete Arbeitsgruppe befasse sich mit den Details für den Neubau, so Baumgart weiter. So werde derzeit ein sogenanntes Raumbuch erarbeitet. "Dazu zählen der Bedarf an notwendigen Räumen für die Mitarbeiter sowie die technische und soziale Infrastruktur des Gebäudes, die EDV-Ausstattung, die Zahl der Parkplätze und so weiter", führte Baumgart näher aus.

Das neue Verwaltungsgebäude soll künftig 400 Mitarbeitern Platz bieten. Es ist die kleinere von zwei Varianten, mit der die Außenstelle in Oschersleben weiter Bestand haben wird. Die größere Variante mit Platz für 500 Mitarbeitern hätte insgesamt etwa 19 Millionen Euro gekostet.

Da der Neubau im Planungsgebiet der Stadt Haldensleben entsteht, ist auch die Stadtverwaltung für das Bauleitplanverfahren, wozu auch die Erstellung eines Bebauungsplans gehört, zuständig. Über einen städtebaulichen Vertrag ist jedoch geregelt, dass der Landkreis dafür und für alle damit einhergehenden Aufwendungen die Kosten tragen wird.

Unklar ist allerdings noch der Baubeginn. Nach den Informationen, die Henning Konrad Otto den Bauausschussmitgliedern gab, soll der Neubau 2016 fertig sein. "Ein Baubeginn in diesem Jahr ist eventuell möglich, wenn die Planungen bis zum Sommer abgeschlossen sind", sagte er.