Für die Sanierung des Sportplatzes an der Althaldensleber Lindenallee gibt es neue Pläne. Demnach wird die geplante behindertengerechte Toilettenanlage etwa 4500 Euro teuerer.

Althaldensleben l Seit fast einem halben Jahr beschäftigt das Projekt die Haldensleber Stadträte. Ursprünglich hatte der Integrative Sportverein (ISV), der sich um den Sportplatz kümmert, die Kosten auf 40 000 Euro geschätzt. Doch das wird aller Voraussicht nach nicht reichen.

Am Anfang waren die neuen Toiletten als Anbau an das Vereinshaus gedacht. Allerdings verlaufen am vorgesehenen Bauplatz mehrere Versorgungsleitungen, wie Dezernent Henning Konrad Otto bei der jüngsten Sitzung des Schul-, Sozial-, Kultur- und Sportausschuss berichtete.

"Außerdem hätten wir dann Fenster des Vereinshauses zugebaut", ergänzte Ronald Picht, Vorsitzender des ISV, gegenüber der Volksstimme. So gab es vor Kurzem einen gemeinsamen Vororttermin von Sportverein und Vertretern der Stadt. Das Ergebnis: Die Toilettenanlage soll einen anderen Standort erhalten. Nämlich als eigenständiger Bau am Eingang des Geländes. Dort soll sie zudem einen vorhandenen Container und ein hölzernes Kassen- häuschen ersetzen.

Das Wichtige daran: Um Werkzeuge, Rasentraktor und andere Gerätschaften aus dem Container aufzunehmen und Platz für einen Kartenschalter zu bieten, wird das neue Gebäude größer - und dementsprechend teurer. Nach Schätzungen der Stadt liegen die zusätzlichen Materialkosten bei rund 4500 Euro. "Aber dann handelt es sich um eine Lösung, die Hand und Fuß hat, auch wenn es lange gedauert hat", erklärte Henning Konrad Otto.

Zum letzten Mal hatte sich der Haldensleber Stadtrat im September 2013 mit dem Thema beschäftigt. Damals beschlossen die Mitglieder, dem ISV bis zu 20 000 Euro für Materialkosten zur Verfügung zu stellen - als "Hilfe zur Selbsthilfe". Den ursprünglichen Antrag zur Förderung des Projektes hatte die Fraktion Freie Wähler / Pro Althaldensleben gestellt. Die Kosten für den Bauantrag muss der Sportverein selbst tragen. Entstehen soll der Neubau in Eigenarbeit.

Wie Bürgermeister Norbert Eichler bei der Sitzung des Sportausschusses betonte, handelt es sich bei dem Bauprojekt nicht um eine Ergänzung der vorhandenen Toiletten, sondern um einen Ersatzneubau. Mehrere Ausschuss-Mitglieder merkten an, dass es in diesem Zusammenhang Missverständnisse gegeben habe. "Die vorhandenen Toiletten im Hauptgebäude sind alle mit den Umkleiden verknüpft und für Besucher nicht problemfrei zu nutzen", stellte Henning Konrad Otto klar. "Für Rollstuhlfahrer waren sie wegen der schmalen Türen gar nicht zugänglich", erklärt Ronald Picht im Volksstimme-Gespräch.

Am Ende sprach sich der Ausschuss einstimmig dafür aus, den Zuschuss für den ISV auf bis zu 25 000 Euro zu erhöhen. "Das gehört zu den Entscheidungen, die der Bürgermeister auch allein treffen kann", sagte der Ausschuss-Vorsitzende Klaus Czernitzki (Linke). "Aber so zeigt der Ausschuss, dass er ihn unterstützt."

Der ISV steht laut Ronald Picht bereits in den Start- löchern: "Wir haben die neuen Planungsunterlagen eingereicht. Wenn alles klappt, würden wir im März gern mit den Arbeiten anfangen."