Hundisburg l Auf ein entspanntes erstes Halbjahr 2013 konnte Frank Keitel, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Hundisburg, während der Jahreshauptversammlung am Sonnabend zurückblicken. Doch mit dem Hochwasser im vergangenen Jahr begann für seine Kameraden die Zeit der Ernstfälle. Drei Mal waren jeweils sechs Feuerwehrleute im Einsatz an Elbe und Ohre, um Schlimmeres zu verhindern. Für ihre Einsatzbereitschaft wurden sie nun vom Landkreis Börde geehrt.

Darüber hinaus finden sich im Jahresrückblick sechs weitere Einsätze der Hundisburger Feuerwehr. Neben der Hilfe bei der Suche nach einem Vermissten am 30. November waren es vor allem Kleinbrände, zu denen die Feuerwehrleute im Ortsteil gerufen wurden. Dass allerdings gleich dreimal im November und Dezember im Hundisburger Schlosspark brennende Bäume gelöscht werden mussten, kommt Wehrleiter Keitel nicht ganz geheuer vor. "Vielleicht sollte hier einmal in Richtung Brandstiftung ermittelt werden", sprach er seine Gedanken aus.

Keitel machte deutlich, dass er sich seine Kameraden nicht nur bei Bränden und Hilfeleistungen verlassen kann. Neben einer guten Beteiligung an den Dienstabenden hob er auch den Einsatz der Feuerwehrleute im Ort hervor. "Ob Neujahrsempfang, Müllsammelaktion oder der Thie-Advent, die Feuerwehr ist überall mit vertreten", freute sich der Wehrleiter.

So soll es auch in diesem Jahr weitergehen. Dafür will auch der Feuerwehrverein sorgen, der sich im vergangenen Jahr gegründet hat und erstmals bei der Jahreshauptversammlung der Ortswehr mit vertreten war. Mittlerweile gehören 22 Mitglieder zum Verein, verkündete Vereinsvorsitzender Florian Jericke stolz.

Ortsbürgermeister Josef Franz dankte den aktiven Feuerleuten für ihren Einsatz im vergangenen Jahr und freute sich besonders darüber, dass die Querelen, die es zwischen der Wehr und der Stadt Haldensleben gegeben hatte, nun endgültig beigelegt seien. "Ich habe den Eindruck, dass sich die Wehr gefestigt hat und auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Haldensleben verbessert wurde."

Ein Fakt, den der stellvertretende Haldensleber Bürgermeister, Henning Konrad Otto, nur bestätigen konnte. Er verwies dabei auf die Sanierung des Feuerwehrhauses, die im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde, sowie auf die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges für die Hundisburger Wehr. "Geplant ist, dass es im Mai kommen soll", sagte Otto. Dass es dabei einen Zeitverzug gab, ließ er nicht unerwähnt. "Wir hatten die erste Ausschreibung für das Fahrzeug zurückgenommen und es erst nach Absprache mit der Ortswehrleitung noch einmal ausgeschrieben", blickte er zurück.