Zum Neujahrsempfang gab es eine besondere Ehrung für Heinrich Schulze. Seit vier Jahren kümmert er sich als Ortsbeauftragter um die Belange seines Heimatortes. Dafür dankte ihm der Bürgermeister.

Behnsdorf l Mariä Lichtmess beendet im christlichen Kalender offiziell die Weihnachtszeit. 40 Tage nach dem Weihnachtsfest veranstalteten auch die Behnsdorfer ihren Neujahrsempfang, sozusagen die letzte Möglichkeit, allen ein gutes neues Jahr zu wünschen.

Eine Erklärung zu Lichtmess setzte Matthias Spenn darum auch an den Anfang seiner kleinen Rede zur Begrüßung der zahlreichen Gäste in der Behnsdorfer Heimatstube. Vertreter von Vereinen, des Flechtinger Gemeinderates, der Nachbargemeinden und verschiedener Institutionen hatten sich dazu eingefunden.

Neue Fenster zum Hinausschauen in die schmelzende Winterlandschaft, wo vorher Milchglasfenster die Aussicht aus den alten Klassenzimmern versperrten, hatte die Gemeinde Flechtingen im vergangenen Jahr für das Gebäude der alten Schule, in dem die Heimatstube untergebracht ist, einbauen lassen können.

"Gegenwart und Zukunft lassen sich nur bestreiten, wenn man die Vergangenheit kennt." Unter diesem Motto hatte der Behnsdorfer vom Verein Kulturscheune seine kleine Rede gestellt, es durchzog seine Rede wie ein roter Faden. Dabei vergaß Matthias Spenn nicht, sich bei all jenen zu bedanken, die in den vergangenen zwölf Monaten dafür gesorgt hätten, dass Behnsdorf von einem regen kulturellen Leben geprägt war. Viele kleine Veranstaltungen hätten das Dorf wieder zu einem lebens- und liebenswerten Ort gemacht. Keine großen Höhepunkte wie die 900-Jahr-Feier 2012, die noch immer in den Köpfen der Behnsdorfer herumgeistert, sondern viele kleinere Veranstaltungen waren gut besucht und angenommen worden.

"Gegenwart und Zukunft lassen sich nur bestreiten, wenn man die Vergangenheit kennt."

Der Behnsdorfer Matthias Spenn in seiner Begrüßungsansprache

Dieter Schwarz, Bürgermeister der Gemeinde Flechtingen, dachte an das tolle Konzert zurück, das anlässlich der Wiedereinweihung der Orgel die Kirche komplett gefüllt hatte. Auch zu Weihnachten sei er nach Behnsdorf gekommen und habe sich am regen Kulturprogramm erfreut.

Völlig überrascht wurde Heinrich Schulze. Das Flechtinger Gemeinderatsmitglied hatte als Ortsbeauftragter seit vier Jahren die Geschicke von Behnsdorf mitgelenkt und -geleitet. "Dafür gebührt ihm heute unser Dank", sagte Dieter Schwarz, der neben einer Urkunde und Blumen auch ein Kulturgeschenk mitgebracht hatte.

In den kommenden zwei Jahren hat Heinrich Schulze nun Zeit, aus einem Kulturprogramm der Landeshauptstadt das auszuwählen, was ihm und seiner Frau gefällt, um daran teilzunehmen. Heinrich Schulze nutzte die Gelegenheit des gut besuchten Empfanges unterdes, um schon einmal einen Blick auf die kommenden Vorhaben in seinem Dorf zu werfen. Ein Anliegen betrifft das anonyme Gräberfeld auf dem Friedhof. Die letzte Ruhestätte soll ansprechender gestaltet werden. Einige Vorschläge legte er den Besuchern in der Heimatstube schon einmal zur Ansicht und als Diskussionsgrundlage vor.

Auch die Trauerhalle wird in diesem Jahr fertig ausgestattet, hatte Dieter Schwarz den Behnsdorfern versichert. Große Sprünge könne die Gemeinde aufgrund ihrer angespannten Haushaltssituation zwar nicht machen, aber das Begonnene werde auf jeden Fall beendet.

Darüber hinaus sei es in diesem Jahr Hauptanliegen der Gemeinde Flechtingen, den Grundschulneubau in Flechtingen fertigzubekommen, so Dieter Schwarz.

Außerdem sei die Gemeinde am Kreisstraßenbau in Belsdorf beteiligt, so der Bürgermeister. Die Fahrbahn sei Kreisangelegenheit, aber die Gestaltung der Nebenanlagen obliege der Gemeinde, und diese wolle sich dem Anliegen gern stellen.

Lange müssen die Behnsdorf nicht auf den nächsten Höhepunkt warten, denn bereits morgen lädt der Verein Kulturscheune zu einer Grünkohlwanderung ein. Rund 30Anmeldungen liegen den Organisatoren dafür vor, freute sich Heike Müller.

Bei einem Glas Sekt, Saft oder Wasser besprachen die Gäste des Neujahrsempfanges den Veranstaltungskalender für das laufende Jahr. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ist aber Grundlage für das kulturelle Leben in Behnsdorf.

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