Haldensleben l Die Nachfrage nach Bauplätzen für Eigenheime in der Innenstadt ist ungebrochen hoch. "Es besteht ein hoher Bedarf an Flächen", darin sind sich Stadt-Dezernent Henning Konrad Otto und die Vorsitzende des Bauausschusses des Haldensleber Stadtrats, Regina Blenkle (Freie Wähler/pro Althaldensleben), einig.

Diesem Bedarf will die Stadt Rechnung tragen und ein neues Wohngebiet erschließen - an der Werderstraße, in direkter Nachbarschaft der dortigen Eigenheimsiedlung. Seit 2008 haben sich 20 Häuslebauer im Bereich zwischen Werderstraße, Birkenweg und Pfändegraben niedergelassen, alle Grundstücke sind mittlerweile bebaut.

Der Haldensleber Stadtrat hat nun der Aufstellung eines Bebauungsplanes für die Erweiterung des Wohngebiets Werderstraße zugestimmt. Zwischen 20 und 30 Eigenheimen soll die Fläche Platz bieten, die nordwestlich an das bestehende Wohngebiet anknüpft. "Das Gebiet ist noch nicht erschlossen", erklärt Stadt-Bauamtsleiter Ralf Krupp-Aachen. "Allerdings ist über das bestehende Wohngebiet eine kurze Anbindung möglich."

Der Bauamtsleiter rechnet mit einer Vielzahl von Bewerbungen für die Grundstücke. Denn die Stadt habe keine weiteren Flächen in vergleichbarer Lage, die eine Wohnbebauung ermöglichen. Und die Nachfrage nach Grundstücken sei vorhanden, so seine Erfahrungen.

Auch das positive Wanderungssaldo, das die Stadtverwaltung im vergangenen Jahr für die Kernstadt Haldensleben bilanzieren konnte, unterstreiche das, sagt Dezernent Otto. "Wir haben verstärkt Zuzüge aus der Region. Das sind in erster Linie Pendler, die einen Arbeitsplatz in Haldensleben haben und sich hier niederlassen möchten." Immerhin zogen 2013 genau 771 Personen von außerhalb in das direkte Stadtgebiet.

Davon profitiert zwar auch das große Wohngebiet am Klingteich, wo es noch Baumöglichkeiten gibt. "Aber viele Bauwillige interessieren sich mehr für stadtnahe Flächen als in der Peripherie", macht Henning Konrad Otto deutlich.

Ein Teil der Grundstücke im bestehenden Wohngebiet Werderstraße hatte die Stadt zu familienfreundlichen Konditionen in Erbbaurecht bereit gestellt. Ob diese Möglichkeit auch für Grundstücke im neuen Wohngebiet eingeräumt wird, darüber sei bislang noch nicht entschieden worden, sagt Stadt-Pressesprecher Lutz Zimmermann auf Volksstimme-Nachfrage.