Eine Brachen-Sanierung strebt die Ortschaft Schackensleben auf dem Vorplatz zur Klein Santersleber Ambrosiuskirche an. Ein Planungsbüro stellte dem Ortschaftsrat Varianten für das zukünftige Erscheinungsbild vor.

Schackensleben l Ortsbürgermeister Ernst Daenecke sieht die Umgestaltungspläne als "Paradebeispiel für die Entwicklung der Ortskerne, wie sie der Ende 2013 gegründete Arbeitskreis zur Entwicklung der Dorfkerne in der Hohen Börde zum Ziel hat." Auch das gegenwärtig im Entwurf vorliegende Integrierte gemeindliche Entwicklungskonzept (IGEK) habe genau solche Entwicklungsansätze zum Ziel.

Erlös einer Teilfläche soll das Projekt teilweise refinanzieren

Noch säumen Mauerreste das gemeindeeigene Areal rechts des Zufahrtsweges zur Ambrosiuskirche. Die Klein Santersleber Kirche soll nach dem Willen der Gemeinde mittelfristig Heiratskirche mit Standesamt werden. Und das besagte brachliegende Areal soll ein darauf abgestimmtes, attraktives Umfeld bieten.

Absicht der Ortschaft ist die Beräumung des Geländes mit Hilfe von Fördermitteln. Die dann geschaffene Freifläche soll halbiert werden. Die (aus Richtung Kreisstraße) rechte - etwa 800 Quadratmeter große - Flächenhälfte soll als attraktives Wohnungsbauland ausgewiesen und verkauft werden. "Diese Erlöse könnten die für das gesamte Areal erforderlichen Investitionskosten zumindest teilweise refinanzieren", erklärte Ortsbürgermeister Ernst Daenecke.

Auf der linken Teilfläche des bisherigen Brachlandes soll ein Parkplatz für die Hochzeitskirche entstehen. Die Planungsdetails für diese Hälfte stellte ein von der Gemeinde beauftragter Planer im Ortschaftsrat vor.

Die Ratsrunde verständigte sich auf einen von zwei Entwürfen (Skizze des Favoriten siehe im Bild oben).

Herzstück der linken Teilfläche soll ein mit Betonstein gepflasterter Parkplatz mit jeweils zwölf Stellflächen auf beiden Seiten sein, der über eine Zufahrtsstraße aus Naturstein erreicht werden soll. Diese Zuwegung quert den neu zubauenden Gehweg aus ortstypischem rotem Verbundpflaster. Ein Gehweg wird laut dem Entwurfsvorschlag auch entlang der Kreisstraße neu gepflastert.

Demnächst soll Bauausschuss über das Projekt beraten

Sein Verlauf wird etwas weiter auf das Grundstück gesetzt, damit die Kreisstraße (Hauptstraße) durchgängig auf einheitlicher Breite verlaufen kann. Anwohner hinterfragten eine damit verbundene Einladung zum Schnellfahren vor ihrer Haustür und berichteten, dass schon heute das Tempo trotz eingeengter Fahrbahn enorm sei. Die Ortschaft will sich um optische Tempozügler bemühen.

Die Entwässerung des Parkplatzes soll mittels eines so genannten Dachgefälles in die zu schaffenden seitlichen Grünflächen erfolgen. Rings um den Parkplatz sind Begrünungsarbeiten vorgesehen - mit Baumpflanzungen im Westen und Osten sowie einer Sichtschutzhecke zum Nachbargrundstück - das als Wohnungsbauland verkauft werden soll. Über den vom Schackensleber Ortsrat beschlossenen Entwurf soll nun der Bauausschuss der Gemeinde Hohe beraten.