Bebertal l Der Storch, den ein Volksstimme-Leser am Sonntagmorgen in den Wiesen an der Beber entdeckt hat, soll ein langjähriger Bebertaler sein. Der Leser mutmaßte: "Scheint mir recht früh zu sein für Störche, oder der Storch weiß mehr als wir und der Frühling ist tatsächlich da."

"Nein, unser Storch war gar nicht weg", erklärte Christian Zielasko, Mitarbeiter des Bauhofes Hohe Börde und langjähriger Gemeindearbeiter von Bebertal. Ständig auf den Dorfstraßen unterwegs, kennt sich Zielasko bestens aus in Sachen Bebertaler Störche. "Dieser Herr Storch bleibt seit etwa vier, fünf Jahren den ganzen Winter über in Bebertal. Das kann ich versichern. Die Nacht verbringt er im Storchennest auf dem Schulschornstein. Tagsüber stolziert er durch die Wiesen an der Beber und sucht sich Futter. Früher hat er sich im Schlossgraben am Erxleber Schloss getummelt. In Bebertal scheint es ihm inzwischen seit Jahren gut zu gefallen. Ich weiß, dass einige Bebertaler ihm Futter in die Landschaft legen, mal ein Stück Leber, mal etwas anderes Leckeres. Am nächsten Tag ist es verschwunden."

Frau Adebar verlässt ihren Gemahl jedes Jahr und fliegt in mildere Gefilde, weiß Christian Zielasko. Im März kehrt sie meist wieder zurück zu ihrem Herrn Gemahl. "2013 war es Mitte März gewesen, aber es hat dann noch richtigen Frost gegeben. Wegen dieser Kälte hat es wohl im vergangenen Jahr keine Jungen gegeben. 2012 hat das Storchenpaar drei von vier Jungen durchgebracht, ein Jahr zuvor waren es zwei von drei Jungstörchen gewesen", berichtete der Bebertaler.