Von Carina Bosse

LandkreisBörde l Ab heute gilt landesweit ein neues Verfahren zur Ermittlung und Einstufung der Waldbrandgefährdung. "Auch künftig wird das Betreuungsforstamt Flechtingen die Waldbrandgefahrenstufen melden", versichert Hubertus Hlawatsch, der Leiter des Betreuungsforstamtes Flechtingen. Er ist zugleich Kreiswaldbrandschutzbeauftragter. Statt der bisherigen Waldbrandwarnstufen, die von 0 bis 4 gingen, gibt es ab heute sogenannte Waldbrandgefahrenstufen von 1 (sehr geringe Gefahr) bis 5 (sehr hohe Gefahr).

"Bisher haben wir diese Stufen anhand von Daten des Deutschen Wetterdienstes, lokaler Temperaturen und Luftfeuchtigkeit berechnet. Jetzt ermittelt der Deutsche Wetterdienst bundeseinheitlich über einen Waldbrandgefahrenindex die Stufen", berichtet der Forstamtsleiter. In seiner Behörde werden dann noch die regionalen Besonderheiten wie Feuchtigkeit, erhöhtes Gewitterrisiko und ähnliches hinzugenommen, ehe die Waldbrandgefahrenstufe gemeldet wird.

Ändert sich die Gefahrenlage, gibt es zwischen dem 1. März und 30. September unverzüglich eine Neumeldung der Waldbrandgefahrenstufe, sagt Hubertus Hlawatsch. "Wie bisher bei der Waldbrandwarnstufe 4 gilt nun auch für die Waldbrandgefahrenstufe 5 das Betretungsverbot für die Wälder außerhalb ausgewiesener Waldwege", macht der Forstamtschef deutlich.

Die Feuerwachtürme sind in dieser Saison nicht besetzt, der bei Hasselburg sei sogar schon abgerissen worden. Vielmehr übernimmt eine Grauzonenkamera die Kontrolle, die hoch auf dem Mast der Calvörder Berge angebracht ist und alle acht Minuten aktuelle Bilder von der Umgebung an eine Zentrale in Klötze weiterleitet. Dort werden die Bilder ausgewertet. Ändert sich gegenüber der letzten Einspielung ein Bereich, wird der Rot eingekreist und kann gezielt auf Rauchentwicklung geprüft werden.

Ein Waldbrandbereitschaftsdienst wird bei Ausrufen der Stufen 2 bis 5 saisonal bedingt zwischen 9 und 20 Uhr eingerichtet.