Unter dem Motto "Uns kriegt keiner klein!" haben am Sonnabend 60 Mitwirkende des Calvörder Karnevalsclubs (CKC) in Mannhausen eine märchenhafte Show geboten. Als Wikinger eroberten die Männer des Balletts nicht nur das Herz der rothaarigen Renate.

Mannhausen l Als Schwester Agnes aus dem DDR-Fernsehen führte CKC-Präsidentin Frauke Ueckert durch das dreistündige Programm. Sie verteilte Pfefferminzschnaps, um so manches Leiden zu lindern. So gab es auch tröstenden Schnaps für die Schalke-Fans, die 1 zu 5 gegen Bayern verloren hatten.

Es schien wie eine Fata Morgana, als plötzlich die Männer des Balletts als Wikinger von Haithabu den Mannhäuser Saal eroberten. In ihrer Mitte tanzte eine liebreizende Frau mit roten Haaren, der 82-jährige Alois Ackermann. "Und wenn ein Mann auch mal charmant sein konnte, dann sagte sie auch nich nee. Volle Granate, Renate ...", sangen die verliebten Wikinger. Auch auf der Überfahrt nach Amerika war Renate mit dabei. Die Rothaarige hob ihren Rock und sang: "Im Großen und Ganzen wünsch ich mir Krieger mit soliden Lanzen." Wikinger Rollo, gespielt von Andreas Bostelmann, biss vor Wut ins Segel und schrie: "Hier wird gerudert und nicht geschludert!" Wenig später verwandelten sich die Männer in Prinzen und tanzten gemeinsam mit den verführerischen Damen einen Mix von Rednex. Die Gruppe Rat Pack ging mit dem Publikum auf Seefahrt und sang: "Sogar die Ratten gehen von Bord. Es gibt nur Wasser an Bord. Wir brauchen Rum..."

Märchenhaft ging es mit der wahren Geschichte vom Rotkäppchen von Kuno Lauenroth Co. weiter. "Es gibt ein Problem, der böse Wolf Kuno hat sich beim Schafereißen den Fuß verletzt. Deshalb muss er durch einen Junior-Wolf vertreten werden", erklärte Schwester Agnes. Die Mutter (Christiane Lauenroth) von Rotkäppchen hatte Rauschgift für die Großmutter ins Körbchen getan. Auf der Suche nach geilen Knochen traf der Wolf (Claudia Märtens) auf das Rotkäppchen (Kathrin Müller), einem besonders flotten Käfer. Als Sex-Bombe versuchte sie ihn zu verführen, doch der Wolf war nur scharf auf die Oma. "Wölfe sind Schweine, die immer nur das eine wollen", schimpfte die Großmutter (Ilona Lindeke), die sich zu wehren wusste. Helga Märtens hüpfte als Häschen über das Parkett, als Jäger Lutz Czesch am Wolf vorbeischoss. Der aufgeschreckte Wolf lief unachtsam über den Forstweg. So nahm das Unheil seinen Lauf. Jürgen Lindeke fuhr den verwirrten Wolf mit seinem Traktor an. "Dem Wolf ging`s wie dem Hund von Monika, der den Traktor übersah", sang Jürgen Lindeke. Der Wolf überlebte und klagte: "Ich hab` Migräne. Mir fehlen paar Zähne!"

Ottmar und die Ohresingers verbreiteten mit "La Bamba" Stimmung. "Wie die Welt sich auch dreht und wohin der Sturm uns auch weht, wir werden uns wiedersehen", versprachen im Abschlusslied die Narren, die mal wieder bewiesen, dass sie nicht klein zu kriegen sind.

   

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