Der SPD-Kreisverband Börde ist in den Wahlkampf für die am 25.Mai stattfindende Kommunalwahl gestartet. Auf der Delegiertenversammlung in Bornstedt wurden 54 Kandidaten für die Kreistagswahl bestätigt.

Bornstedt l 56 Mitglieder des Kreisverbandes hatten auf der Delegiertenversammlung Stimmrecht. Ihnen oblag es, die 54 Kandidaten, die die Ortsvereine in den sieben Wahlbereichen für die Kreistagswahl nominiert hatten, zu bestätigen.

"Dieser Auftakt für den Kreistagswahlkampf ist eigentlich ein Zwischentakt", erklärte die Kreisvorsitzende Silke Schindler. In den Ortsvereinen seien die Kommunalwahlen schon seit Wochen ein Thema. Ein Zeichen für die intensive Vorbereitung war auch, dass alle Kandidaten auf den Listen durch die Delegierten fast diskussionslos mehrheitlich bestätigt wurden.

Für die eine oder andere Irritation allerdings sorgte es, dass die derzeitigen Kreistagsmitglieder Hans-Eike Weitz und Wolfgang Zahn in ihren Wahlbereichen jeweils auf den letzten Platz gesetzt wurden und anderen den Vorrang lassen mussten. Beide erklärten aber, dass sie nicht mit einem Kampf um vordere Listenplätze für zusätzliche Brisanz sorgen wollten und deshalb freiwillig auf den jeweils letzten Platz der Liste gerückt sind. "Vielleicht wäre der Listenplatz eins interessant und vorteilhaft, aber alle folgenden Plätze stehen bei der Wahl größtenteils in einem Personenbezug", erklärte Zahn und verwies darauf, dass beim Kreuzemachen vorwiegend nicht der Rang entscheidet.

Kampf um Platz zwei auf der Oschersleber Liste

Spannend wurde es jedoch bei der Vorstellung der Kandidaten im Wahlbereich Oschersleben. Burkhard Kanngießer schlug als SPD-Fraktionschef im Kreistag vor, die hier auf Nummer zwei gesetzte Vinny Zielske davon zu überzeugen, im Wahlbereich 5 zu kandidieren, um auch dort mit einer Frau personell gut aufgestellt zu sein. Dieses lehnte sie allerdings kopfschüttelnd ab.

Wolfgang Zahn zog aus dieser Entscheidung seine Konsequenzen. Er regte an, die Oschersleberin Petra Peter aufgrund ihrer jahrelangen kommunalpolitischen Erfahrung auf der Liste weiter nach vorn zu rücken, nämlich auf Platz zwei. Die Parteimitglieder folgten seinem Vorschlag aber nicht, so dass sich Vinny Zielske in der Abstimmung mit 31 Ja-Stimmen gegen Petra Peter durchsetzen und Platz zwei für sich behaupten konnte.

Die Delegiertenversammlung wurde zudem dazu genutzt, das Programm für Kommunalwahlen aufzustellen. Einer der Schwerpunkte dabei ist die Bildung. Wie Silke Schindler erklärte, sei es Ziel, "eine bestmögliche Bildung so nah wie möglich für alle Menschen" zu erreichen. Das höre aber nach der Schule auf, deshalb sei es auch die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft ein wichtiger Faktor.

Das gerade die Schulpolitik, aber auch das Kinderfördergesetz und die flächendeckende hausärztliche Versorgung Themen sind, die die SPD-Mitglieder an der Basis umtreiben, konnte auch die SPD-Landesvorsitzende Katrin Budde erfahren. Sie stellte sich auf der Delegiertenversammlung als Ehrengast einer angeregten Diskussion.