Das Wohngebiet "Teufelsküche" füllt sich. Doch ein Spielplatz fehlt noch zum Glück von jungen Familien. Nun reift die Idee, mit Hilfe von ortsansässigen Unternehmen ein Areal für spielende Kinder zu schaffen.

Calvörde l Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU) regte bei der Sitzung des Gemeinderates an, ein Konzept für die Errichtung eines Spielplatzes im Calvörder Wohngebiet "Teufelsküche" zu erstellen. "Wir haben in Calvörde nur einen Spielplatz, der sich am Langen Steig befindet. Das war bisher auch so in Ordnung. Nun haben wir aber entgegengesetzt der Ortslage mit dem Wohngebiet - erfreulicherweise - eine Ansiedlung von jungen Menschen. Im vergangenen Jahr konnten wir weitere Grundstücke verkaufen", erklärte der Bürgermeister. Aber nicht nur auf gemeindeeigenen Flächen, sondern auch auf privaten Grund- stücken im Wohngebiet seien einige Häuser neu entstanden. "Wir sind gut beraten, zumindest erst einmal den Gedanken für den Spielplatz zu entwickeln. Leider fehlt uns die finanzielle Grundlage für die Umsetzung", sagte Schliephake mit dem Blick auf den strapazierten Haushalt 2014.

Trotz alledem gäbe es eine geeignete Fläche für ein Spiel-areal von 360 Quadratmetern. "Diese Fläche wäre sicher zu klein, um ein Haus drauf zu bauen. Ein kleines Gebäude könnte dort wahrscheinlich schon stehen, aber wir sollten auch an solche sozialen und gemeinschaftlichen Einrichtungen - wie an einen Spielplatz - denken", sagte Schliep- hake und zeigte die Fläche mitten im Wohngebiet auf einer Landkarte."Aus dieser Idee könnte ein gemeinsames Vorhaben der Gemeinde mit ortsansässigen Betrieben werden", schlug der Gemeindechef vor. Er verwies auf ein verfasstes Schreiben, indem die Gemeinde diese Betriebe um Sachleistungen sowie um finanzielle Unterstützung bittet.

Schliephake betonte, dass das Vorhaben im Interesse der Kinder eine gemeinsame Mission werden könnte. "Ich habe schon mit dem einen oder anderen Betriebsleiter gesprochen und bin auf eine positive Resonanz gestoßen", so der Bürgermeister. Er erinnerte an eine Aktion im vergangenen Jahr. Damals hatten sieben Betriebe und einige engagierte Privatpersonen geholfen, den Innenhof des Jugendclubs für den Freizeitsport umzugestalten. Nun ist die Hoffnung groß, dass so eine Aktion noch einmal gelingt, ohne das Gemeindesäckel zu belasten.

Gemeinderatsmitglied Volker Preetz (FWG) befürwortete das Vorhaben. Er gab jedoch zu bedenken, dass sich vielleicht Anwohner über den Lärm der spielenden Kinder ärgern würden. "Könnte es nicht beim Verkauf weiterer gemeinde- eigener Grundstücke dadurch Nachteile geben?", fragte Preetz in die Runde. Schliephake berichtete, dass die beiden Grundstücke neben dem Areal des geplanten Spielplatzes bereits verkauft seien. Auch auf der gegenüberliegenden Seite würde bereits ein Haus stehen. Natürlich würde die Gemeinde vor dem Spielplatzbau noch das Einvernehmen der Nachbarn einholen.

"Ich glaube aber nicht, dass ein Spielplatz eine erhebliche Belästigung für die Anwohner darstellt. Insbesondere junge Familien mit Kindern haben sicher ein Interesse an einem Spielplatz", sagte Schliephake. Die Mitglieder des Gemeinderates stimmten dem Vorhaben zu.

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