Seit seinem 18. Lebensjahr geht Dietmar Bernsdorf zur Spende. So konnte er zum 150. Mal Blut spenden. Dafür gab es vom Deutschen Roten Kreuz neben einem Dankeschön vom Team einen Präsentkorb voller leckerer Lebensmittel.

Weferlingen l Für Dietmar Bernsdorf ist es Ehrensache, zur Blutspende zu gehen. Es gehört seit mittlerweile 45 Jahren zu seinem Alltag einfach dazu. Ans Aufhören denkt er deshalb nicht. Mit einigen kleinen zwangsläufigen Unterbrechungen hat er immer gespendet. "Solange es mir gut geht und die Gesundheit mitmacht, gehe ich weiter spenden", sagt der Walbecker beim Imbiss nach der Spende im Weferlinger Freiherr-vom-Stein-Gymnasium.

Und wie hat alles angefangen? Als Lehrling zum Autoschlosser im Autohaus Heinicke ging er zum ersten Mal zur Spende. "Damals wurden zwei Stunden frei, ein Essen und 42 Mark pro Spende gewährt", erinnert sich Dietmar Bernsdorf. Das gute Gefühl, mit seiner Spende helfen zu können, gab es obendrauf. Mittlerweile spendet seine ganze Familie.

Als Mitglied des DRK kümmert er sich in Walbeck um den dort stationierten Katas- trophenschutz. Und nicht selten ist Dietmar Bernsdorf mit Sack und Pack auf Achse, um Erste-Hilfe-Lehrgänge durchzuführen. Selbst vor der Blutspende am Mittwoch ist er in Morsleben zu einer Schulung gewesen. Ob Führerscheinanwärter, Betriebsangehörige oder Auffrischungskurse - dafür muss er selbst stets auf dem Laufenden bleiben. Oft gibt es neue Regelungen wie für die stabile Seitenlage oder die Herzdruckmassage, die er den Kursteilnehmern zeitgerecht vermitteln muss.

Nach 33 Jahren Tätigkeit unter Tage ist er nun im verdienten Ruhestand, doch ans Ausruhen denkt er nicht. Es bereitet ihm Freude, anderen zu helfen, ihnen etwas beizubringen, und dabei spielt es für ihn keine Rolle, ob der Lernende 16 oder 60 Jahre alt ist. Ganz zu schweigen vom kulturell-gesellschaftlichen Leben in seinem Heimatdorf Walbeck, wo er an verschiedenen Fronten wie der Feuerwehr oder den Turmfalken mitwirkt.

An diesem Mittwoch ist Dietmar Bernsdorf einer von 116 Spendern im Gymnasium gewesen. Darunter hatte das Deutsche Rote Kreuz drei Erstspender begrüßen können.

Die Ortsgruppe der DRK aus Weferlingen kümmerte sich wie immer um das leibliche Wohl nach der Blutspende.