Nach dem Karneval ist vor dem Karneval - zumindest in Uthmöden. Wenn andere Narren bereits in der Fastenzeit angelangt sind, geht es im Haldensleber Ortsteil erst richtig los. Am Sonnabend fand dort der große Faschingsumzug statt.

Uthmöden l Ob Lady Gaga, Elvis, die britische Queen oder Kanzlerin Angela Merkel, in Uthmöden feierten alle kräftig mit - zumindest als Kostüm. Mit Konfetti, Musik und Kamelle setzte sich der bunte Zug in Bewegung. Vorneweg fuhr das Prinzenpaar in einer Pferdekutsche.

Organisiert hatte den Umzug der Traditions- und Heimatverein. Unter dem Motto "Frauentag feiert heut kein Schwein, drum laden wir euch zum zehnten Umzug ein" waren insgesamt acht Wagen mit dabei. Jeder hatte sein eigenes Thema. Darunter waren unter anderem die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien, die deutsch-sowjetische Freundschaft und der "etwas andere Musikantendampfer". Den Abschluss bildete eine Abordnung der Grundschule Otto Boye aus Haldensleben. Als Moderator sorgte auch Frank Schulz für Stimmung. Ein Volkspolizist in Original-Uniform regelte den Verkehr.

Die Route führte unter anderem über die Bahnhofstraße, das Mühlentor sowie Kurze Straße. "Auf dem Dorfplatz haben wir den Umzug dann langsam ausklingen lassen", sagt Fabian Girmann, der erste Vorsitzende des Traditions- und Heimatvereins. Mit dem Erfolg des Umzuges zeigte sich Girmann zufrieden: "Es könnten nächstes Jahr ein paar mehr Zuschauer sein. Aber im Großen und Ganzen ist es sehr gut gelaufen."

Dass der Faschingsumzug erst nach der eigentlichen Karnevalszeit stattfindet, war ursprünglich dem Zufall geschuldet. Aber heute hat es Tradition: "Beim ersten Umzug war das eine Terminfrage. Mittlerweile hat es sich festgebrannt", erklärt Fabian Girmann. Für die Narren der Region hat das auch seinen Vorteil: Sie können nach Aschermittwoch einfach weitermachen. Und den fröhlichen Gesichtern am Sonnabend nach zu urteilen, wird dieses Angebot gerne angenommen.

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