Drei Stunden gepflegte Theaterunterhaltung bietet seit Sonnabend die Theatergruppe Erxleben. Das britische Stück "Wie wär`s denn Mrs. Markham" bietet eine Story um Liebe und Sex mit allerlei Verwirrungspotenzial.

Erxleben l "Soviel zu lachen hatte ich schon lange nicht mehr" oder "Das war mal wieder ein tolles Stück" lauteten die ersten überaus positiv gemeinten Kritiken nach der Theaterpremiere am Sonnabend. Die Erxleber Theatergruppe hatte sich in ihrer 28. Saison das Stück des britischen Autorenduos Ray Cooney und John Chapman auf den Leib geschneidert.

Das Stück "Wie wär`s denn Mrs. Markham?" strapaziert das Zwerchfell und die Lachmuskeln aufgrund seines hintergründigen Humors und des Spiels mit der Zweideutigkeit unserer Sprache.

Schon mit den ersten Worten von der in neuem Äußeren gekleideten Bühne beginnt ein Verwechslungsspiel, das mit rasantem Tempo so lange weiter gesponnen wird, bis der Zuschauer im ausverkauften Saal alle Lauscher aufsperren muss, um der Jagd nach einem Schäferstündchen überhaupt noch folgen zu können.

Denn wenn der ins Hausmädchen verliebte Design-Innenausstatter Allister Spanlow plötzlich als Hund Allister herhalten muss und Spanlow dafür zum Hausherrn Philip Markham mutiert statt seines geplanten Schäferstündchens mit Hausmädchen Sylvia nachzugehen und Joanne Markham, sauer auf ihren Mann, Spanlow in ihr Bett locken will, versteht man schon, dass so einige Verwirrung entstanden ist.

Zumal der Auslöser dieses ganzen Debakels eigentlich bei Linda, der besten Freundin von Joanne und Ehefrau von Mr. Markhams Partner Henry Lodge, liegt, die ihrem untreuen Gatten eins auswischen will und darum mit Walter angebändelt hat. Ihr Schäferstündchen soll aber nicht in einem Hotel, sondern genau in der Markhamschen Wohnung stattfinden, denn die Eheleute sind zu einem Verlegertreffen eingeladen. Dumm nur, dass Henry just für diesen Abend die gleichen Absichten vorschweben und er beim nicht gerade vor Sexappeal strotzenden Hausherrn anfragt. Dann findet Philip auch noch den Teil eines ominösen Liebesbriefes auf seinem Tisch...

Es versteht sich beinahe von selbst, dass die Markhams nicht ausgehen können. Als dann auch noch Henrys Liebelei Mrs. Wilkinson auf der Bildfläche erscheint, entspinnt sich ein schlüpfriges, aber doch sehr unterhaltsames Doppelspiel, dem Mr. Smithy mit seinem Erscheinen noch die Krone aufsetzt. Der schrullige Autor der berühmten "Wau-wau"-Bücher hasst Frauen, lebt lieber mit 18 Cocker und einem Boxer zusammen. Um vor ihm den Schein eines seriösen Verlages zu wahren, entspinnt sich ein wahres Konstrukt aus Lügen, Ausreden und Halbwahrheiten, dem man nur fasziniert folgen kann.

Den typisch britischen Humor haben die Erxleber Mimen mit ihrem ganz persönlichen Charme weidlich ausgenutzt und daraus ein Paradestückchen des britischen Humors aufs Deutsche umgemünzt. auch in den kommenden Wochen sorgen die Hobbyschauspieler noch für gepflegte Unterhaltung im "Gasthaus zur Post".

Einige Karten für die April-Vorstellungen am 17., 20., 25. und 27. sind noch zu haben. Nachfragen nimmt Marina Wahrendorf entgegen.

 

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