Es ist vollbracht. Die Trauerhalle auf dem Berenbrocker Friedhof ist nun ein Ort, der einen würdigen Rahmen für die Ausgestaltung von Trauerfeiern bietet. Bei einem Arbeitseinsatz haben einige Berenbrocker dafür gesorgt, dass auch das Umfeld funktional und ansehnlicher wurde.

Berenbrock l Hubertus Nitzschke (FWG), Ortsteilbeauftragter von Berenbrock und Mitglied im Calvörder Gemeinderat, hatte zu einem Arbeitsein-satz aufgerufen. Ein Dutzend freiwilliger Helfer kamen, um ausgerüstet mit Gerätschaften und Baumaschinen mit anzupacken. "Wenn man die Leute anspricht, dann sind sie auch bereit zu helfen", freute sich Nitzschke. Besonders stolz auf die Verschönerung der Trauerhalle ist der Initiator Helmut Lüders aus Berenbrock. Seit mehr als drei Jahren ließ er nicht locker, besuchte Gemeinderatssitzungen und verwies immer wieder auf die unzumutbaren Zustände auf dem Friedhof. "Vorher war das einfach kein Zustand. Ganz früher war es ein Schuppen der Landwirtschaft für die Viehwagen. Tiere wurden damals dort verkauft. Danach diente der Schuppen der Feuerwehr als Gerätehaus. Bei Beerdigungen war die Trauerhalle viel zu klein. Die Leute saßen bei Trauerfeiern fast mit den Knien auf dem Sarg", erinnerte sich der 76-jährige Berenbrocker.

Nun galt es, hinter der kleinen Kapelle einen Platz für den Abfall zu schaffen. Die Umrandung für den Abfallplatz wurde neu gesetzt. Außerdem richteten die Helfer die Gehwegplatten und Borde wieder, die mit den Jahren gesackt waren und auch bei den Bauarbeiten in Mitleidenschaft gezogen wurden.

"Die Halle war viel zu klein. Dort konnten höchstens zehn oder zwölf Trauernde sitzen. Außerdem war die Westseite, wo der Regen reinkam, offen. Jetzt haben wir den Eingang auf die Stirnseite versetzt, dadurch ist das Gebäude größer", erklärte Nitzschke.

Außerdem wurde das Dach angehoben und die Decke erhöht. Des Weiteren hat die Trauerhalle einen Vorbau bekommen, damit die Trauergemeinschaft nicht im Regen steht und windgeschützt ist. "Wir hatten vorher nur eine Deckenhöhe von 2,10 Meter. Das war immer richtig erdrückend. Es gab vorher nicht mal Strom in der Halle", blickte der Ortsteilbeauftragte zurück. Jetzt ist das Innere der Halle freundlich und hell. "Die Wände der Trauerhalle sind noch nicht ganz fertig, aber schon vorgestrichen", beschrieb Nitzschke.

Fast 40000 Euro hat die Baumaßnahme der Gemeinde gekostet. Im Rahmen des Vorhabens hatte auch die alte Glocke aus der Elsebecker Kirche auf dem Friedhof in Berenbrock einen neuen Standort bekommen. In der Kirche gibt es eine zweite neue Glocke, die vor einigen Jahren geweiht wurde. Und weil Berenbrock keine eigene Kirche und somit auch kein Glockenspiel für Beerdigungen hat, wurde im vergangenen Jahr mit Hilfe der kommunalen Gemeinde ein Glockenturm errichtet und die Glocke fachgerecht befestigt.