Der Eickendorfer Ortsrat ist bemüht, 40 Prozent der Betriebskosten für sein Dorfgemeinschaftshaus durch Vermietung selbst zu erwirtschaften. Groß ist aber der Ärger, denn der Stromverbrauch der Feuerwehr sowie Kosten für die Wartung des Feuerwehrtores und der Sirene liegen auf einer Kostenstelle.

Eickendorf l "Unser Dorfgemeinschaftshaus wird gut genutzt. Ich würde gern wissen, wie das in anderen Orten läuft und ob dort auch etwas in die große Kasse der Stadt gezahlt wird?", fragte Frank Kaiser, Bewohner von Eickendorf und ehemaliger Ortsbürgermeister. Außerdem fragte Kaiser nach, ob es eine Lösung für die Problematik der Betriebskosten gäbe. "Es gibt nämlich nur einen Stromzähler für das Dorfgemeinschaftshaus, in dem sich auch der Versammlungsraum der Brandschützer befindet und für das benachbarte Feuerwehrgerätehaus. Die Kosten für die Feuerwehr müsste ja die Einheitsgemeinde zahlen. Diese Energiekosten sollten dringend durch einen Zwischenzähler getrennt werden", forderte Kaiser.

Eickendorfs Ortsbürgermeister Udo Cherubim (parteilos) berichtete, dass er sich die Betriebskostenrechnung für 2013 bereits angesehen habe. "Wenn man die Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben ansieht, fällt gleich auf, dass alle Werte auf einer Kostenstelle gebucht und nicht getrennt abgerechnet wurden", sagte der Bürgermeister. Auf der Kostenstelle des Dorfhauses würden auch als Werterhaltung die Prüfung des Rollentores des Feuerwehrgerätehauses und die Wartung der Sirene stehen. "Diese Kosten kann man uns nicht mit auf das Dorfgemeinschaftshaus drücken. Das muss auf eine separate Kostenstelle", waren sich die Ortschaftsräte einig.

"Positiv ist, dass endlich eine Außenleuchte vor dem Dorfgemeinschaftshaus installiert wurde", erklärte Cherubim. "Die Ausgaben für das Objekt liegen 2013 bei 3559 Euro. Abzüglich unserer Eigenleistung für Vermietungen von 1324 Euro besteht eine Differenz von 2235 Euro. Die Satzung sagt, dass wir 40 Prozent der Betriebskosten selbst erwirtschaften sollen. Wir haben unser Soll nicht erreicht. Aber wir können es nicht erreichen, wenn das Objekt zusammen mit dem Feuerwehrgerätehaus abgerechnet wird", fasste Cherubim zusammen. Er habe sich inzwischen mit der Verwaltung verständigt, dass ein Elektriker beurteilt, ob die Trennung des Zählerstandes ohne großen Aufwand möglich ist. "Wenn ein Zwischenzähler nur mit größerem Aufwand möglich ist, sollen die Kosten für die Feuerwehr per Quadratmeter aus unseren Kosten herausgenommen werden", erklärte Cherubim. "Die Berechnung per Quadratmeter ist ein fauler Kompromiss. Das Feuerwehrgerätehaus ist zum Beispiel nicht gedämmt", gab Kaiser zu bedenken.

"Wenn die Feuerwehrleute mal zur Toilette gehen, dann können wir auf die Wasserkosten für das Händewaschen gern verzichten. Entscheidend sind die Stromkosten für die Nachtspeicheröfen. Die Garage muss im Winter frostfrei gehalten werden. Das heißt, dass die Öfen laufen", weiß Cherubim. "Das muss alles geklärt werden. Wenn es eine Kostentrennung gibt, wird es sich auch für uns rechnen", sagte der Ortschef voller Zuversicht.