Ostingersleben l Es gibt sie noch an einigen Stellen im Landkreis, die Huckel- und Holperpisten, die unweigerlich an alte Zeiten erinnern, als alle Stunde mal ein Trabant oder Wartburg auf ihnen unterwegs war. Ein solches Beispiel haben die Ostingersleber mit der Belsdorfer Straße vor ihrer Haustür und wollen nun nicht mehr länger damit leben.

Die Kreisstraße 1146 verbindet die Altkreise Ohre und Börde und ist angesichts besser befahrbarer Alternativen zugegebenermaßen nicht von hoher überörtlicher Bedeutung. Doch es ärgert die Ostingersleber, dass ein Versprechen, das mittlerweile fast 15 Jahre alt ist, nicht eingehalten wurde. Damals nämlich hatte Landrat Thomas Webel versprochen, wenn die Einwohner ihre Autobahnauffahrt verlieren, würden sie stattdessen eine sanierte Kreisstraße bekommen.

"Die Schließung erfolgte im Jahr 2000", sagte Gemeinderat Friedbert Kloß in der jüngsten Sitzung des Ingersleber Gemeinderates. Doch passiert sei seither nichts. Nach einem Schreiben der Gemeinde an den Landkreis Börde gab es auch die Auskunft, dass die Straße zwar auf der Prioritätenliste für den Straßenbau stünde, aber eben ohne Priorität.

Bis 2018 ist die Straße im Plan, wann aber an eine Realisierung zu denken ist, steht gegenwärtig in den Sternen. Immerhin hegen die Nutzer dieser Straße damit noch die Hoffnung, dass ein einstmals gegebenes Versprechen dann nicht älter als 20 Jahre alt werden muss.

Realistischer scheint da der Ausbau der Straße Innendorf in der Ortslage von Ostingersleben, denn dafür hat die Gemeinde zum wiederholten Mal Fördermittel beantragt, informierte Bürgermeister Torsten Kniep seinen Gemeinderat. Ob und wann diese allerdings gewährt werden, steht derzeit noch nicht fest. Die Gemeinde jedenfalls ist an einem Ausbau interessiert, benötigt dafür aber den finanziellen Zuschuss aus der Förderung.