Festen Boden bekommt derzeit die neue Hermsdorfer Trauerhalle. Seit 14 Tagen laufen die Bauarbeiten bei bestem Bauwetter auf Hochtouren. Der Vorgängerbau war abgerissen worden.

Hermsdorf l Die einzige strenge Winterwoche Ende Januar hatte die früh begonnenen Bauarbeiten auf dem Hermsdorfer Friedhof gestoppt. Nun sind keine Frostgrade mehr zu erwarten. Die Betonierarbeiten sind in vollem Gange. Laut Angaben des Bauamtes ist Ende vergangener Woche der erste Teil des Streifenfundaments in Beton gegossen worden. Dieses Betonrechteck dient der Trauerhalle als Frostschutzschürze. Ist das Fundament komplett, wird - wahrscheinlich Ende dieser, Anfang nächster Woche - die Bodenplatte betoniert. Ist die Bodenplatte ausgehärtet wird der Rohbau errichtet. Die Dachdeckerleistungen sind schon an eine Baufirma vergeben worden, demnächst folgen die Gewerke Elektriker, Tischler und Putz. "Wir warten auch darauf, dass der Energieversorger den Elektroanschluss verlegt. Die Trauerhalle bekommt im Besucherraum eine Fußbodenheizung", erläuterte Martina Möller.

Die neue Trauerhalle wird mit 11,5 mal 7 Metern deutlich größer als der komplett abgerissene Vorgängerbau und verfügt neben dem Trauerraum über zwei kleinere Nebenräume. Architektonische Besonderheit ist das vom Trauerraum aus sichtbar bleibende Dachgebälk. Auf eine Zwischendecke hatte die Architektin verzichtet. Durch die indirekte Lichteinstrahlung von außen soll der Innen- raum in ein besonderes Licht getaucht werden.

Das Dach wird mit großformatigen anthrazitfarbigen Zie- geln gedeckt. Fensterrahmen und Türen werden in Holz ge- fertigt - entsprechend den Auf- lagen des Denkmalschutzes.

Die Investitionssumme beläuft sich auf 132 000 Euro, ein Teil davon wird durch das Land gefördert.

Außerdem ist die teilweise Sanierung und die Vervollständigung der Friedhofsmauer bis zur Neuen Straße vorgesehen.